Der Sport

Sport

 

Hier könnt ihr meinen Einführungspost zum Abnehmen und alles zu meiner Ernährungsumstellung nachlesen, damit ihr wisst, warum ich hier sportliche Ratschläge von mir gebe. Auch hier wieder ein Disclaimer: Ich bin absolut kein Sportexperte (hahaha…). Ich berichte nur, wie es ist, als absolut untrainierter und fauler Mensch Sport in den Alltag zu integrieren. 

 

Ich habe Sport schon immer gehasst. Ich war immer die Langsamste und die, die als letztes in ein Team gewählt wurde. Sport war für mich immer eine Qual, zu der ich mich zwingen musste. Nun wird man aber nicht heißer, wenn man faul auf der Couch herumliegt. Durch verschiedene Gründe motiviert, fing ich also am 1. April 2014 an, Sport zu treiben. Ein sehr passendes Datum, wenn man bedenkt, wie sehr ich Sport verabscheue. Zu meinem Glück hat sich mein sportliches Vorhaben aber nicht als Aprilscherz herausgestellt!

 

Für mich das A und O bei Sport: es muss einfach machbar sein. Stelle mir das kleinste Hindernis (wie eine 20 minütige Anfahrt zum Fitnessstudio) in den Weg, und ich ziehe es nicht durch. Billig soll es sein, leicht machbar und ich will mich danach gut fühlen.

 

 

Warum überhaupt Sport beim Abnehmen? Reicht nicht auch eine gesunde Ernährung?

Hier kann ich nur für mich sprechen, aber für mich gehen Ernährung und Sport Hand in Hand. Wenn ich keinen Sport mache, bleibt mein Gewicht stehen. Weil ich eine Pause vom Sport gemacht habe, stand mein Gewicht die letzten 3 Monate still (aber hey, immerhin habe ich auch nicht zugenommen!). Please correct me, if I’m wrong, aber so wurde mir der Sport „Prozess“ erklärt und klingt für mich logisch:

Man bewegt die Muskeln → Muskel baut sich auf, um mit der neuen Belastung mitzuhalten → mehr Muskeln verbrauchen mehr Energie → der Grundumsatz des Körpers steigt

Das heißt, wenn ihr Sport macht, verbraucht ihr auf die Dauer auch mehr Kalorien und nehmt automatisch leichter ab. Als netter Nebeneffekt könnt ihr dadurch auch Rückenschmerzen (hallo Bürojob!) entgegenwirken, was für mich auch ein sehr wichtiger Punkt ist.

 

Das Laufen

Da ich direkt um die Ecke einen Park habe, habe ich mich also für Laufen entschieden (Schwimmen ist zwar eher mein Sport, aber viel zu aufwendig, um es 3 mal die Woche durch zu ziehen). Ganz am Anfang war an tatsächliches Laufen aber noch gar nicht zu denken. Ich hatte Null – und damit meine ich Null – Kondition.

 

Sport

 

Also fing ich an mit Gehen. Einfach jeden Tag nach der Arbeit eine große Runde im Park zügig spazieren gehen. So habe ich mich zwei Wochen lang ganz langsam an Bewegung und eine neue Routine im Alltag gewöhnt.

Dann kam der Tag, an dem ich mir vor meiner Runde meine alten Sportschuhe, einen Sport BH und Jogginghosen anzog und mit leichten Intervallen anfing. Erst eine 3 km Strecke mit 3 Minuten Gehen – 1 Minute Laufen. Sobald ich merkte, dass ich die Runde gut schaffe, steigerte ich mein Intervall. Das ging 5 Monate lang so dahin. Eine echte Steigerung blieb aber aus. Meine Frustration wuchs und ich dachte mehrmals ans Aufgeben. Irgendetwas stimmt nicht und nach 2-3 Monaten war mir klar, was es war:

 

Die Probleme mit dem Knie

Plötzlich fing irgendwann mitten im Lauftraining mein linkes Knie an zu schmerzen. Erst ganz leicht und nur beim Treppe runter gehen, dann immer stärker auch beim Laufen. Mir war klar, dass es etwas mit dem Laufen zu tun haben muss und deshalb habe ich mich bei meinem Orthopäden durchchecken lassen. Der konnte nichts feststellen außer einer zu flexiblen Kniescheibe und verschrieb mir eine Kniebandage. Hilfreich war dieser Arztbesuch aber nicht.

Mittlerweile kann ich mit 90%er Sicherheit sagen, dass es an meinen alten Sportschuhen lag. Die waren schon komplett ausgelatscht und uralt. Nachdem ich mir neue Schuhe passend für meine Knickfüße gekauft hatte, gingen die Knieprobleme Schritt für Schritt zurück. In diesem Sinne die Regel Nummer 1, die ihr in jedem Laufratgeber nachlesen könnt:

 

Investiert bitte von Anfang an in hochwertige Laufschuhe! Sonst macht ihr euch mehr kaputt, als ihr eurem Körper Gutes tut!

 

Die Lehre Nummer 2:

Je dicker man ist, desto schonender sollte man Sport treiben. Klingt wirklich hart, aber je mehr Gewicht auf eure Gelenke drückt, desto eher sind sie überlastet und schmerzen.

 Sport

 

 

Nachdem ich wegen einer OP im Oktober vergangenen Jahres sowieso 6 Wochen Pause vom Sport machen musste, war ich insgeheim erleichtert. Da hatte ich meine Ausrede. Ich war am kritischen Punkt – Aufgeben oder weiterhin versuchen fit zu werden? Im Nachhinein bin ich am meisten stolz darauf, dass ich diesen Punkt überwunden habe und Mitte Januar diesen Jahres wieder mit dem Sport angefangen habe. Bisher habe ich an dem Punkt immer aufgegeben. Nach monatelanger Laufpause ging es mir bei meiner ersten Runde tatsächlich genau so gut, wie nach 5 Monaten Training! Irgendetwas habe ich letztes Jahr also falsch gemacht.

Ich versuche es nun ohne Intervalltraining und kann so viel freier einteilen, wann ich laufen will und wann gehen. Ich höre auf meinen Körper und der sagt mir, jetzt hast du Energie zum Laufen oder jetzt musst du gehen. Mein Ziel ist es, 5 km /30 Minuten durchgängig laufen zu können, dabei ist die Zeit egal. Es brennt aktuell alles noch ganz ordentlich. Sowohl die Lunge, die sich an Sport gewöhnen muss, als auch meine Bein Muskulatur, die eigentlich weiter schlafen möchte…

Da ich unter der Woche lange arbeiten muss und nicht in der Dunkelheit laufe, beschränkt sich mein Lauftraining aktuell auf einmal pro Woche am Wochenende. Sobald die Zeitumstellung Ende März uns aber eine weitere Stunde Sonnenlicht schenkt, möchte ich mein Training auf 2-3 Einheiten pro Woche steigern. Das Tolle am Laufen ist, dass sich die Kondition sehr schnell aufbaut. Bereits nach den ersten 4 oder 5 Läufen werdet ihr eine deutliche Steigerung eurer Kondition feststellen können!

 

Sport

Die ultimative Motivation: der Firmenlauf.

 

Ich muss besoffen gewesen sein, anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich mich zum Firmenlauf im Juli angemeldet habe. 6 km gilt es dann zu bewältigen. Mein Freund der ultra Sportler hat sich auch noch angemeldet und natürlich will ich mich vor ihm nicht blamieren! Für mich ist das eine tolle Motivation und so setze ich meinen Schweinehund unter Druck. Wenn ihr gerne mit anderen sportelt, sucht euch eine Freundin oder einen Freund, mit dem ihr laufen geht. Sagt eurem inneren Schweinehund den Kampf an!

 

Tipps für Sportanfänger (die ich durch Trial and Error herausgefunden habe):

  • Es ist besser für die Psyche, wenn man sich nicht mit anderen vergleicht. Seid stolz auf eure Leistung und macht euch das nicht mit einem Vergleich zu einem Supersportler kaputt!
  • Setzt euch kleine, realistische Ziele.
  • Immer sachte! Wenn etwas weh tut, beobachtet den Schmerz. Wird er schlimmer? Ab zum Arzt!
  • Der Sport sollte so einfach wie möglich machbar sein. Lange Anfahrten oder große Umstellungen sind der Feind!
  • Findet einen Sport, der euch Spaß macht und nachdem ihr euch gut fühlt!
  • Auch wenn man mal eine Runde Sport ausfallen lässt (sei es wegen akuter Unlust, Regen, Krankheit) – nicht entmutigen lassen!! Einfach weitermachen und bloß nicht aufhören!
  • JEDER hat mal einen schlechten Lauf. Oft kommt es einfach auf die Tagesform an, weniger auf die grundlegende Fitness.
  • Legt euch eure Sportklamotten und Ausrüstung schon am Vortag zurecht, sodass ihr in 5 Minuten startklar seid. So habt ihr keine Ausrede mehr!
  • Jede Sport Einheit zählt. Sei es 20 Minuten Spazieren Gehen, oder 10 Minuten Übungen.
  • Ein Muskelkater tut teilweise höllisch weh, ist aber auch unheimlich befriedigend!

Sport

 

Die „Übungen“

Das Laufen dient der Ausdauer (und vor allem dem Firmenlauf 😉 ), die Übungen dienen dem Muskelaufbau. Ich versuche, mindestens 2 Mal pro Woche etwas für den Muskelaufbau zu tun und mache abends Kraftübungen. Auch hier hatte ich zuerst anders angefangen. Ich habe Kraftübungen aus einem Buch gemacht und die Wiederholungen gezählt. Ich weiß nicht, wie ich mit dieser Langweile über 4 Monate durchgehalten habe… Aber das war definitiv nichts für mich!

Bis ich dann vor allem durch Twitter auf verschiedene Youtube Fitness Kanäle aufmerksam wurde. Das Prinzip ist das gleiche, wie damals noch auf den VHS Kassetten (ja, ich stamme aus den späten 80ern 🙂 ): eine durchtrainierte Frau oder ein muskulöser Mann ohne ein Gramm Fett am Körper turnen etwas vor, und wir verschwitzten Pummel versuchen es nachzumachen.

 

Die Vorteile sind für mich:

  • es ist kostenlos
  • ich kann es zu Hause bei jedem Wetter machen
  • ich brauche kaum Equipment
  • ich bin völlig flexibel, wann ich die Videos machen möchte
  • Videos sind motivierend, man macht weniger falsch, die Zeit vergeht schneller…

Und so weiter! Ich kann euch für den Anfang Blogilates empfehlen. Cassey ist zwar immer nervtötend gut drauf, aber die Videos sind gut gemacht, kurz und die Übungen sind auch für Anfänger geeignet. Apropos: Es gibt sogar einen eigenen Kalender für Blogilates Beginner. Ihr habt einen ganz genauen Plan, welche Videos ihr an den einzelnen Tagen machen müsst. So bleibt man viel motivierter, als sich erst einige Stunden lang ein passendes Video heraus suchen zu müssen. Dennoch würde ich euch raten, mehr Pausen zu machen:

 

Gebt den Muskelpartien, die ihr trainiert habt (Beine oder Arme oder Bauch) nach einer Trainingseinheit mindestens 24 Stunden, um sich zu regenerieren.

Wenn ihr also am Montag Beinübungen macht, macht am Dienstag Bauch oder Arme. Denn in den 24 Stunden nach der Sporteinheit baut sich der Muskel auf und regeneriert. Wenn ihr in dieser Zeit wieder eine Übung für die selbe Partie macht, seid ihr 1. erschöpft und könnt die Übung nicht voll durchpowern und 2. unterbrecht ihr damit den Muskelaufbau.

 

Sport

 

Ich weiß, Sport ist hart. Alles tut weh. Die Lunge brennt. Der Speck schwabbelt. Man fühlt sich dicker, als man eigentlich ist. Teilweise verzweifelt man, weil der Körper einfach nicht will.

ABER (zum Glück kommt noch ein aber 😉 ) das stolze Gefühl nach einer Sporteinheit, dass man etwas getan hat ist phänomenal! Wenn ihr einmal Post-Workout-Glücks-Hormone erlebt habt, werdet ihr mehr wollen. Vorausgesetzt natürlich, ihr habt keine gesundheitlichen Probleme.

 

Zwar habe ich beim Thema Sport noch nicht meine perfekte Routine gefunden, wie bei meiner Ernährung. Ich probiere öfters Neues aus und kämpfe oft gegen meine Faulheit. Aber ich bin auf dem besten Wege! Mein Ziel sind 3-4 Sporteinheiten pro Woche, aber es ist auch okay, wenn ich mal eine Woche nichts schaffe.

In einem meiner nächsten Posts in der #einpummelwirdfit Reihe möchte ich euch noch etwas zu meiner Lauf- und Übungsausrüstung erzählen. Es gibt einige kleine Helferlein, die den Sport motivierender und angenehmer gestalten! Gerne kann ich euch auch etwas zu meiner Vorbereitung vor einem Lauf schreiben oder welches meine liebsten Videos für das Training zu Hause sind. Sagt mir einfach Bescheid, was euch davon am meisten interessiert!

 

So handhabe ich das aktuell mit dem Sport. Nun geht auch endlich wieder bei meinem Gewicht etwas voran! Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen zum Thema Fitness und wie ihr Sport in euren Alltag integriert!

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52 Comments

  • Hi Carina,
    ich finds klasse, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst! Ich habe auch kürzlich wieder damit angefangen, Kraftübungen (eine Mischung aus Yoga und Pilates) zu machen. Auf die Idee mit den Youtube-Videos bin ich allerdings noch nicht gekommen… Mich würde sehr interessieren, welche Videos du empfehlen kannst!
    Es stimmt wirklich, das Gefühl, wenn man sich so richtig ausgepowert hat ist das Aufbringen der Überwindungskraft und den Muskelkater wirklich wert! Ich hab auch das Gefühl, dass mir das wirklich hilft abzuschalten und mich zu entspannen. Und gerade solche Übungen sind einfach super praktisch, weil sie sich so leicht in den Alltag integrieren lassen.
    Viele Grüße,
    Mona

    • Fitnessblender ist zum Beispiel auch ein toller Kanal, da ist alles viel „cleaner“ und bodenständiger als bei Cassey und die Übungen sind knallhart!
      Ich gehe zum Beispiel auch gerne Laufen, wenn in der Arbeit nicht gut lief und ich Dampf ablassen muss. Hilft Wunder!

    • Super, vielen Dank! Da werde ich auf jeden Fall mal vorbeischauen.
      Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!
      Viele Grüße,
      Mona

  • Sehr toll von dir, dass du mit dem Sport begonnen hast und es auch durchziehst 🙂
    Bei mir ist es andersrum, ich nehme ab, sobald ich weniger und gesünder esse, unabhängig vom Sport, trotzdem ist Sport ein wichtiger Teil meines Lebens, genauso wie die richtige Ernährung.
    Ich wünsche dir noch viel viel Erfolg und Durchhaltevermögen 🙂

    Liebst, T.

  • Deine Posts sind sehr motivierend! Ich wünsche dir noch viel Erfolg für deinen Weg.

    Liebe Grüße
    Roxyfruchti (die endlich mal wieder ins Fitnessstudio gehen sollte :D)

  • Danke für diesen ausführlichen Post!
    Ich war den ganzen letzten Monat krank und kann mich jetzt nur sehr schwer wieder dazu aufraffen, wieder wie vorher zu trainieren – man ist schneller außer Atem, man kann dieses und jenes Gewicht nicht mehr heben, das demotiviert schon, wenn man eigentlich an der selben Stelle weitermachen möchte.
    Aber ich hab versucht wieder klein anzufangen! Und das geht meiner Meinung nach am besten mit den Workout Videos. Es gibt so eine große Auswahl und nahezu für jedes Körperteil ein eigenes Workout. Und vom Anfänger bis zum Profi ist alles dabei! Ich mag vor allem die Workouts-Videos von Jillian Michaels, für die man allerdings etwas bezahlen muss – meiner Meinung nach lohnt sich die Investition aber auf jeden Fall! Sie bietet unter anderem ein knackiges Intervall-Training á 30 Minuten an, dass sich in 3 Level gliedert, man wird also als Anfänger nicht gleich überfordert.
    Da ich vor kurzem mein Studium abgebrochen habe, bin ich mit dem sporteln derzeit auch sehr flexibel, bzw ich kann so lange und viel trainieren, wie ich mag. Das kommt mir ziemlich gelegen, denn der Speck, der sich während meiner Krankheit angesammelt hat, nervt schon ein wenig.
    Als ich deine Zeilen über das Laufen gelesen habe, ist mein schlechtes Gewissen wieder aufgekeimt, denn eigentlich laufe ich sehr gerne, bin allerdings ziemlich gut in Ausreden finden, was das Wetter angeht. Zu warm hier, zu windig da….und ich habe ständig das Gefühl, dass mich alle Leute anstarren! Ich sollte diese Ausreden und Einbildungen mal langsam über Bord werfen und einfach mal ganz ohne Hintergedanken laufen gehen. Vielen Dank, du hast mich echt motiviert! 🙂

    Liebe Grüße,
    Vicky

    • Oh ja, beim Ausreden Erfinden bin ich auch spitze… Letztes Jahr habe ich mir immer einen Wochen Plan gemacht: Mo / Mi / Fr gehst du Laufen! Und dann war Montag und es war schlechtes Wetter, also habe ich es ausgelassen. Dienstag war schönes Wetter, aber laut Plan soll ich ja erst am Mittwoch laufen und bin deshalb nicht gegangen. Und so weiter…
      Deshalb mache ich es jetzt ganz spontan. Wenn ich es mir einrichten kann, gehe ich laufen. Basta!

  • Recht hast du! Realistisch denken und vorallem nicht vergleichen und dran bleiben! Ich mache schon seit 2 Jahren Blogilates (nicht zum abnehmen, sondern fit bleiben) und liebe es!
    Ich finde deinen Blog übrigens ziemlich toll, gehöre aber eher zu den stillen Lesern! Weiter so! ♥
    Lg, Vola

  • Hi! Bei diesem Beitrag kriege ich auch mal wieder Lust zu laufen, habe letztes Jahr mal angefangen mit ebenfalls null Ausdauer im Ententempo. 😉 Dann kam eine fiese Erkältung und das war es mit der Lauferei. Dafür gab es dann Workouts zu Hause, dazu kann ich jedem nur fitnessblender.com ans Herz legen! Hier gibt es super durchdachte Trainingspläne und kostenlose Videos für sämtliche Fitnesslevel und Trainingsziele. Weiterhin viel Erfolg beim fit werden und liebe Grüße!

  • Mir ging es lange wie dir. Ich musste auch zuerst mit Intervall starten da ich keine 5 min laufen konnte am Stück, habe diese stetig gesteigert aber der Fortschritt war seehr langsam und ich frustriert. Dann kamen Ferien, Winter etc. dazwischen..immer wieder Mühe wieder in der Rythmus zu gelangen aber ich merkte jedesmal dass ich nach 1-2 Läufen wieder an das gleiche Level wie vorher anknüpfen konnte. Doch die Frustration blieb und ich hatte immer bis zur letzten Minute das Gefühl mich durchquälen zu müssen. Doch nun habe ich vor wenigen Wochen entschieden dass Schluss ist mit dem Trainieren nach Plan, mit Versuchen meine Schritttechnik oder mein Atmen zu kontrollieren und stärker auf meinen Körper zu hören. Und siehe da ich hatte das erste Mal das Gefühl nach einem 3 KM Lauf, dass ich auch weiter hätte laufen können. Und dann am Wochenende nun der Durchbruch: Ich wollte endlich 5km am Stück laufen schlussendlich wurden es ohne es zu merken 7km.
    Mein Favorit für das Workout zu Hause übrigens: Jillian Michaels 30 day Shred. Ein knackiges Workout mit der Intruktorin die mich am wenigsten nervt 😉

    • Finde ich super interessant, dass es dir genau so ging wie mir! Ich merke jetzt nach ein paar Läufen schon, dass es mir ohne Intervall viel besser geht! Ich laufe zwar nicht schneller, aber länger. Scheinbar ist Intervalltraining für manche doch nicht optimal. Aber umso besser, dass wir beide das gemerkt haben 😉 Wow, 7km!! Hut ab vor der Leistung, ich hoffe, das schaffe ich dieses Jahr auch noch!

  • …bei mir wäre da noch ein Problem: in meinem Kopf ist es immer so, dass ich mich nach dem Sporteln belohnen will bzw. denke „ich hab jetzt 20min Übungen gemacht, jetzt kann ich auch Snickers essen“. Kennst du das auch oder bist du da eisern?

    • Das Problem habe ich natürlich auch. Ich bin oft versucht, mir noch eine zweite Süßigkeit zu holen. Aber dann denke ich mir immer wieder – „jetzt hast du dich SO abgerackert, ist der eine Dickmann die 15 Minuten Laufen wirklich wert?“
      Und dann vergeht es mir meistens wieder… 😉

    • Aber Dickmanns sind doch sowieso nur Luft! xD Sag mir jetzt nicht dass man davon zunimmt!
      Zur Zeit habe ich da echt keine Hemmschwelle. Versuche schon mich zu zügeln, packe Süßes in andere Räume etc aber dann lauf ich eben für jedes Stück in die Küche und hab bis auf ein paar Schritte auch nichts gekonnt. Ich glaub ich bin ein hoffnungsloser Fall.

    • Ja eh, als hätten die Kalorien 😀 😀 Aber im Ernst, Dickmanns sind sehr befriedigend, da schlecke ich ewig daran herum!

      Einfach weniger Süßes kaufen! Wenn nichts daheim ist, kannst du es auch nicht essen!

  • Hi Carina,

    Ich mache das eigentlich genauso wie du. Wenn ich Lust habe Sport zu machen, möchte ich auch innerhalb der nächsten 15 Minuten loslegen und nicht noch erst ins Fitnessstudio fahren.
    Ich habe 2013 mit dem Laufen angefangen, aber auch immer wieder große Pausen dazwischen eingelegt (zu viel Stress im Job, schlechtes Wetter, keine Lust). Momentan laufe ich nur einmal die Woche aus den gleichen Gründen wie du. Deshalb hoffe ich immer auf gutes Wetter am Wochenende.
    Ich liebe die „toneitup-Girls“! Die kann ich dir nur empfehlen. Da trainiert man immer mehrere Muskelgruppen auf einmal und ich habe danach immer total den Muskelkater.
    Blogilates hab ich auch probiert, aber für mich ist sie einfach ein bisschen zu gut drauf 😉

    Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen und gutes Wetter!

    Liebe Grüße aus München
    Maria

    • Vielen Dank für den Tipp, habe die Mädels gleich mal abonniert! Geht mir bei Blogilates genau so, bin eher der straightforward Mensch und brauche diese überglückliche, positive Aufmachung nicht!

  • Hach du bist so herrlich motivierend! ich würd sooo gerne laufen gehen, habe auch einen Park ums Eck aber ich hab total Angst vor großen Hunden. Wenn sich doch nur alle daran halten würden ihre Hunde an der Leine zu führen, das wärs. Bitte erzähl mehr & vielleicht schaff ichs ja doch noch was für mich zu finden =)

    Herzliche grüße aus dem Ruhrpott!

    • Ich wurde als Kind mal von einem großen Hund angefallen und habe seitdem auch große Angst. Vor 2 Wochen ist es mir zum ersten Mal nach 1 1/2 Jahren passiert, dass mich ein Hund angreifen wollte… Bei uns herrscht leider auch keine Leinenpflicht. Wobei 99,9 % der Hunde absolut problemlos und brav sind, aber der war halt jetzt die Ausnahme… Aber hast du vielleicht die Möglichkeit, einen anderen Sport zu machen?

  • So toll, dass du eine Dranbleiberin bist. Viel zu viele geben schnell auf. Ich neige auch manchmal dazu, aber da ich nur noch 5 Kg runter haben will (die Weihnachtspfunde noch xD) wiege ich dann wieder 50 Kg wie damals. Ich war früher auch bissl pummelig, aber nach der Schwangerschaft purzelten die Pfunde einfach so, wegen dem Stillen. Und seither mache ich Sport, um den Gewicht zu halten und auch um mich gut zu fühlen. Muskeln sind ja viel sexier als Fett. 😉

    • Muskeln sind auch sexier als einfach nur dünn, meiner Meinung nach. Deshalb gebe ich auch mein Möglichstes, um dran zu bleiben! 5 kg sind ein absolut machbares Ziel, das schaffst du! Bei mir sind es noch um die 12 Kilo bis zum meinem Traumgewicht, wobei ich flexibel bin, solange ich in einer Leggings gut aussehe 😉

  • Sehr interessanter Beitrag. Ich versuche mich seit einiger Zeit wieder fürs Joggen zu motivieren. Dein Post gibt mir wieder ein bisschen mehr Schwung. Zu Hause trainiere ich mit Gymondo. Man muss zwar Geld zahlen, aber es ist auf einander abgestimmt. An Youtube gefällt mir nicht, dass ich mir neue Sachen immer wieder raussuchen muss. Manche gehen auch nicht wegen der Gema und so weiter. Ich hatte es mal eine Zeitlang probiert. Es hat mich dann aber nicht mehr genug motiviert. Das ist mit Gymondo anders. Ich mache seit Januar regelmäßig Sport (3x die Woche so 45 Minuten). Wenn es jetzt mit der Ernährung klappt, wird es vllt auch etwas mit dem Abnehmen. 😀

    • Sehr interessant! Ich kenne nur die Werbung davon und habe mich nicht großartig damit auseinander gesetzt. Du hast Recht, es ist schon lästig, sich immer alles raussuchen zu müssen. Aber zumindest bei Fitnessblender habe ich mir eine Playlist gemacht, wo ich meine liebsten Videos abgespeichert habe

  • Wieder einmal Danke für den tollen Beitrag und die ehrlichen Worte. Ich hab tatsächlich diese Woche mit dem täglichen Spaziergang begeonnen und nehme mir vor, dass ich bald anfange wirklich auch zu laufen. Ich stelle es mir total schön vor, wenn man wirklich einige Kilometer laufen KANN und dabei nicht hustkeuchend verreckt. danke für die Inspiration!

    • Vor 3 Jahren hatte ich es schon einmal mit dem Laufen versucht und nach 2 Monaten habe ich es zum ersten und einzigen Mal geschafft, 30 Minuten durchzulaufen. Das war super, wie in Trance! Ich hoffe, da komme ich wieder hin. Aber das schaffen wir! Halt mich auf dem Laufenden (HAHA, der Wortwitz 😀 ), wie es dir beim Laufen geht!

  • hallo Carina,

    Ich habe deinen Blog neu entdeckt und sofort bei bloglovin abonniert. Ich finde ihn toll! Dein Blog ist wirklich der einzige von dem ich alle Beiträge lese. Deine Art zu schreiben ist wunderbar. Und sogar mit diesem Sportpost hast du mich gecached…! Werde mich mal auf die Suche nach meinen Laufschuhen machen 🙂

  • Noch eine Leidensgenossin der „immer die Langsamste in der Klasse und die, die als letzte Person ins Team gewählt wurde“ – Vergangenheit. Ich hasse Sport bis heute wegen dieser Erfahrungen wobei ich mir jetzt ernsthaft vorgenommen habe mehr zu machen (der „Ausdauerlauf“ im letzten Jahr im Sportunterricht hat mir gezeigt, dass ich keinerlei Ausdauer habe; nach ner Runde war es vorbei).

    Die Tatsache, dass ich ein Auto besessen habe, hat die Fitness irgendwie nur noch weiter verkümmern lassen. Man wird so faul, wenn man ein Auto hat … Das ist vor einigen Tagen auf dem Schrottplatz gelandet und ich habe nur noch meine Füße und mein Fahrrad. Und so gehe ich zu Fuß zur Arbeit und zurück (das sind auch 30 Minuten je Strecke) und merke langsam: „Du hast Muskeln in den Beinen, die hast du das letzte Mal wahrscheinlich Anno 2000 benutzt“. Mittlerweile geht das mit dem Gefühl, dass die Beine sch schwer anfühlen, so dass ich ein wenig motivierter morgens zur Arbeit gehe und abends nach Hause (und nicht den Bus nutze, was wirklich easy wäre, weil er vor der Haustür bzw. Arbeitstür hält; mein Geiz hält mich meistens davon ab für gefühlte 5 Minuten Busfahrt ganze 1,80 Euro zu bezahlen).

    Ich muss sehen wie ich das weiter mache (Fahrrad wird im Sommer definitiv benutzt), weil ich bin nicht fürs laufen gehen zu haben. Das war noch nie mein Sport und es graust mir schon vor dem 60m/100m Sprint in der Schule (vom Ausdauerlauf ganz zu schweigen). Und für ein Fitness Studio, wobei es wirklich nur 5 Minuten von mir entfernt ist, bin ich zu geizig. 20 Euro sind leider ne Menge Geld als Azubi. Und als Pummelchen fühl ich mich da abends unwohl während die Kerle bodybuilding betreiben.

    • OH was habe ich Schulsport gehasst!!! Es gab für mich nichts Schlimmeres, als Reck und 800 Meter Lauf. Die ganzen dünnen Mädels sind das gelaufen wie nichts und mir war nach 200 m Laufen kotz übel. Ich bin da also ganz bei dir!
      Das Radeln zur Arbeit ist super! So hast du automatisch jeden Tag schon etwas getan und schonst dabei noch die Gelenke! Finde ich super.
      Mich hat es anfangs auch gestört, wenn die Leute mich im Park beim Laufen gesehen haben. Mittlerweile sehe ich die Menschen gar nicht mehr und es ist mir zum Glück sowas von völlig egal, ob sie mich anschauen. Schließlich mache ich Sport und kann stolz drauf sein! Und du genau so!

  • Hallo Carina,

    ein sehr bodenständiger, motivierender und äußerst sympathischer Blogpost (wie immer übrigens)! Du hast mich motiviert, heute mal wieder Laufen zu gehen (für mich ist das ein ständiger Kampf). Aber alles, was Du geschrieben hast, kann ich genau so unterschreiben! Mein Freund ist ein sehr athletischer Typ und anfangs hat es mich frustriert, weil ich mich dauernd mit ihm verglichen habe – aber „don’t compare your chapter 1 with someone else’s chapter 20“, der Spruch hilft mir dann immer!
    Liebe Grüße!

    • Ein sehr schöner Spruch, den werde ich mir merken!!
      Freut mich sehr, dass ich dich motivieren konnte 🙂 Halt mich gerne auf dem Laufenden, wie es dir ergeht!

  • Ich kann hier zusätzlich auch noch Popsugar Fitness empfehlen!

    Deren Videos gehen in der Regel 10 Minuten (es gibt aber auch längere oder kürzere), die jeweils einen Countdown an der Seite haben: So kann man sich motivieren, noch die letzten X Minuten durchzuhalten!

    Die Trainerin Anna finde ich außerdem sehr sympatisch.

    Und für ganz faule Tage gibt es sogar ein „Lazy Girl Workout“, für das man nicht aufstehen muss 😀

    Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg!

  • Hallo Carina, ein schöne Reihe. Vor allem den Namen finde ich toll.
    Ich bin auch bei Gymondo und bisher finde ich es ganz gut. Habe erstmal das Beginner – Programm gewählt und bin nach 30 min auch schon gut geschafft. So eine Schwangerschaft wirft einen ganz schön zurück.
    Kannst du mal eine Übersicht von guten YT- Kanälen hinsichtlich Fitness machen?
    LG Angela

  • Dein Post ist sehr ermutigend. Ich hatte anfangs zu hohe Erwartungen und hab dann doch leider recht schnell wieder die Lust verloren. Vorallem hab ich direkt eine Kleidergröße bei den Hosen zugelegt. Gefühlt habe ich Muskeln unter dem Fett aufgebaut. Aber als Gemüseverweigerer ist es auch schwerer sich gesund zu ernähren. Inzwischen habe ich mich ganz gut mit Geflügel und Fisch angefreundet und darüber Fortschritte gemacht. Vielleicht sind die HappyAndFit-Kanäle bei YouTube was für dich. Seit wir einen Smart-TV haben mache ich ab und an gerne ein paar Übungen damit. Ich würde mich auch über einen weiteren Post zu deinen Fortschritten und Erfahrungen freuen. Grüße aus dem Schwabenländle.

    • Vielen Dank für den Tipp! Schaue mir den Kanal nachher gleich an! Um Muskeln sehen zu können, muss man natürlich erst den Körperfettanteil verringern. Mir persönlich reicht eine schmälere Silhouette, ein Six Pack brauche ich nicht 😉
      Kannst du aus gesundheitlichen Gründen kein Gemüse essen? Bist du gegen etwas allergisch?

    • Dann tauschen wir. Schmalere Silhoutte hab ich mir abgeschminkt. Ich hab ein breites Becken, da kann ich tun was ich will. Richtig fies ist nur die Seitenansicht mit dem Bauch oder „eingegangene“ Shirts. Bzgl. Gemüse: Ich nenne es eher eine Fehlprägung aus der Kindheit… Irgendein tragisches Gemüse-/Obsterlebnis… Ich kann es in allen möglichen Varianten probieren – mein Kopf sagt „bäh“.

  • Super Bericht und sehr motivierend.
    Ich find es immer etwas „nervig“ wenn jemand, der eh schon total konditioniert ist, mit Tipps kommt. Klar, die haben Erfahrung und alles aber bei denen kann man keinen Fortschritt verfolgen oder einfach sagen „Jeah, Gleichgesinnte“
    Ich war lange im Fitnessstudio, mit einer Freundin. Problem war einfach dass sie ein Jammerlappen ist, die meint dass alles vom Himmel fällt und von 20 Situps der Sixpack zum Vorschein kommt.
    Irgendwann hat sie sich abgemeldet und ich bin nur noch 1mal die Woche auf Laufen gegangen.
    Der Weg ins Studio fiel mir gar nicht so schwer aber allein war es irgendwann doch etwas langweilig. Ich brauch jemanden der mich pusht und eine Challenge.

    Seit Mitte Februar geh ich mit 3 Kollegen 2 mal die Woche auf den Sportplatz, wir laufen eine Runde [200m] und machen dann Freeletics. Allerdings nicht das Hardcore Programm sondern in unserem Tempo und auch andere Sätze an Wiederholungen. Inzwischen bin ich auf Seilspringen umgestiegen, als Aufwärmprogramm weil mir Laufen einfach zu krass in die Knie geht. Auch die Kniebeugen mach ich anders, ich mach „Sumo Squats“.
    Nach dem ersten Training hatte ich den höllischsten Muskelkater dieser Erde, in den Armen. Ich konnte nicht mal mehr richtig Haare waschen oder mich schminken. *lach*
    Vorteil ist dass die Jungs zwar auch nicht so mega konditioniert sind aber ich will mithalten und das pusht unheimlich.
    Nebenbei hab ich auch noch 3 DVDs von Jillian Michaels, da will ich bald mit dem Beinprogramm starten.

    LG
    K.ro

    • Top!!! Die Jungs halten dich sicherlich auf Trab 😉 Ich bin ein alleine Sportler, aber ich kann es sehr gut verstehen, dass du dich mit Gesellschaft besser motivieren kannst!

      Muskelkater ist mittlerweile mein bester Freund. Dann weiß ich, dass ich etwas getan habe! Mach weiter so!

  • Ein toller Post und ich erkenn sooo vieles wieder! Allein die Sache mit dem Schulsport… böse Erinnerungen…
    Auf der Suche nach Möglichkeiten, zuhause zu trainieren, bin ich erst bei DVDs angelangt und da gefallen mir Jillian Michaels und Tracy Anderson am besten. Dann stieß ich bei YT auf MoinYamina und sie hat echt tolle Workouts, teilweise etwas an Yoga angelehnt. Durch sie bin ich auch zum Laufen gekomnen, da sie eine Technik vorstellt, bei der man eben nicht mit der Ferse zuerst aufsetzt. Das erschien mir plausibel, ich hab nämlich Knieprobleme und hatte immer Angst vorm althergebrachten Joggen. Mit ihrer Art komm ich super zurecht und meine Knie haben sich auch noch nicht beklagt:) Zur Motivation lauf ich 1 mal die Woche mit meiner Freundin und mach sonst eben ein paar Gymnastikeinheiten daheim. Ich hoffe, ich krieg den Speck damit mal weg…
    Wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg!!
    Alles Liebe, Alice

  • Ich kann nur wiederholen, daß ich das super hilfreich und inspirierend finde! Erstens wegen der konkreten Tips, zweitens aber auch durch Dein Beispiel insgesamt. Weil Du einem damit ganz plastisch vor Augen führst, welche Wege aus der Fettfalle herausführen können. Beides zusammen hilft mir irgendwie mir mir vorzustellen, daß ich das ja vielleicht auch könnte, und mich zumindest mal an das Thema heranzudenken.

    Mein Haupthinderungsgrund ist halt irgendwie – und das klingt jetzt vielleicht blöd – der Anfang! Denn wie Du schon richtig schreibst, der Anfang ist am schwersten. Daß es immer nur leichter wird mit der Zeit, das ist mir zwar klar, aber davor steht eben der Anfang. Der Anfang, an dem ich noch keine Ahnung hab, an dem ich Dinge falsch machen, und mich evtl. damit vor Anderen blamieren kann. Der Anfang, an dem mein Körper noch so schwer und schwerfällig ist, daß die Möglichkeiten für Sport eingeschränkt sind – obwohl man den doch gerade dann umso nötiger hat, je dicker und untrainierter man noch ist. Und ich muß auch zugeben, ich kann mir dieses Glücksgefühl nach dem Sport, von dem immer Alle faseln, irgendwie nicht vorstellen. Wann immer ich etwas mache, das mich sehr anstrengt (in höchster Eile irgendwo hin rennen um nicht zu spät zu kommen, oder mal bissl anstrengender im Wald spazieren gehen, oder mal im Urlaub auf einen Kirchturm steigen), bin ich eigentlich nur froh und erleichtert, wenn das wieder vorbei ist. Wenn ich mich erstens nicht länger so anstrengen muß, und wenn es zweitens vorbei gegangen ist, ohne daß ich mir vor jemandem irgendeine totale Blöße geben mußte, wie beispielsweise stolpern und hinfallen, oder – der Klassiker – einfach dastehen und mir keuchend anmerken lassen müssen, WIE schwer mir das jetzt gefallen ist, was meine jeweiligen Begleiter womöglich auf einer Arschbacke absitzen. Von Glücksgefühlen, und seien sie auch noch so leise, bin ich bei all solchen Aktivitäten bislang leider verschont geblieben, und frage mich daher so bissl, ob sich die bei mir vielleicht einfach körperlich aus irgendwelchen Gründen gar nicht einstellen können. Was das Ganze natürlich massiv erschweren würde.

    • Die Glücksgefühle sind bei mir vor allem der Stolz, etwas getan zu haben. Ich würde es nicht unbedingt als Hormonausschüttung ansehen, aber mein Gewissen ist erleichtert und ich freue mich, dass ich mir überwunden habe! Nach dem Sport bin ich auch immer froh, dass es vorbei ist. Vor allem beim Laufen sind die ersten 15 Minuten immer schmerzhaft, bis man einmal warm ist.
      Ja, der Anfang… Ich wünschte, es gäbe ein einfaches Programm, das jeder machen kann, aber das gibt es nicht. Was ich dir nur empfehlen kann ist, die ersten 4 Wochen wirklich gegen die eigene Faulheit zu kämpfen und du wirst sehen, es wird dir immer leichter fallen.
      Was mir auch immer hilft ist, nicht zu weit im Voraus zu denken. Wenn ich nach einem blöden Lauf nach Hause komme und mir denke „oh Gott, das musst du jetzt jede Woche 2x machen“ dann tendiere ich eher dazu, aufzugeben. Konzentrier dich auf jeden einzelnen Tag und denk nicht zu viel darüber nach.

      Im Endeffekt muss der Wille aber von dir selbst ausgehen, da kann ich noch so viele Tipps geben!

  • Was für ein toller Post! Ich laufe auch schon seit einiger Zeit, musste es aber wegen Schwangerschaft derzeit leider einstellen, und was soll ch sagen, es fehlt mir! Auch wenn ich dir absolut Recht geben muss, die ersten 15 Minuten frage ich mich jedes Mal warum ich es mir antue, aber das Gefühl wenn ich 5 km geschafft habe ist einfach toll. Im Moment versuche ich einmal die Woche ins Schwimmbad zu gehen, weil das für mich grad besser als das joggen ist, aber es gibt mir nicht dasselbe wie das Gefühl beim Laufen.
    Liebe Grüße
    Cathi