Die 10 dämlichsten Ernährungs- und Fitnessmythen

Je länger ich mich mit Ernährung und Fitness beschäftige, desto bewusster wird mir, in was für einer BULLSHIT Blase wir eigentlich leben!

 

  • In jeder Frauenzeitschrift gibt es zig Radikaldiäten, damit wir alle so aussehen wie die gephotoshopten Models ein paar Seiten zuvor
  • Jeder, der mal eine Hantel aus der Ferne gesehen hat, kann sich zum Instagram Fitness Guru erklären
  • Kollegen, Freunde und Familie strotzen nur so vor „tollen“ Ernährungstipps, die sie irgendwann irgendwo gelesen haben

 

Wissenschaftlich fundiert ist das alles nicht. Ganz im Gegenteil – viele Radikaldiäten sind schädlich, nutzlos und können zu Essstörungen führen! Wir haben alle ein gefährlichen Halb“wissen“ über Ernährung und Fitness und hinterfragen zu wenig. Deshalb möchte ich mit 10 Ernährungs- und Fitnessmythen aufräumen, an die ich selbst lange geglaubt habe:

 

Fitnessmythen #1: Kohlenhydrate machen dick

Nope – Ein Kalorienüberschuss führt zu mehr Kilos, die Nährstoffaufteilung spielt dabei keine Rolle. Jeder Mensch reagiert aber unterschiedlich auf die Verteilung von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten in der Ernährung. Manche kohlenhydratreichen Lebensmittel wie Zucker, Weißbrot oder Reis werden vom Körper schneller aufgenommen und liefern kurzfristig einen Energieschub. Andere Lebensmittel mit mehrkettigen Kohlenhydraten wie Vollkornbrot, Linsen oder Bohnen baut der Körper langsamer ab und man ist länger satt.

Kohlenhydrate gehören für mich zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Ich achte lediglich darauf, meinen Zuckerkonsum zu minimieren und Kohlenhydratquellen zu essen, die mich lange satt machen.

 

Fitnessmythen #2: Krafttraining macht einen Bodybuilder aus mir

„Du hebst Gewichte? Hast du nicht Angst, ein Muskelotto zu werden?“

Schön wär’s, wenn mir nach 3 Mal Hantel vom Boden heben der Bizeps sprießen würde! Tatsächlich braucht es Jahre harten Trainings und spezieller Ernährung, um Muskelpakete aufzubauen.

Bei einem untrainierten Körper führt regelmäßiges Krafttraining zu mehr Definition, mehr Kraft und tollen Kurven!

Krafttraining für Frauen

 

Fitnessmythen #3: Abends essen macht dick

Nope – Ein Kalorienüberschuss führt zu mehr Kilos, die Tageszeit spielt dabei keine Rolle. Ein fetter Burger hat morgens um 9 Uhr 800 kcal und um 22.30 Uhr immer noch 800 kcal. Wichtig ist nur, dass ihr für euch herausfindet, wann ihr bestimmte Lebensmittel und Mahlzeiten besonders gut vertragt.

Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass ich spätestens 60 Minuten nach dem Aufstehen mein großes Frühstück brauche und nicht später als 21 Uhr essen sollte. Das hat aber nur etwas mit meinem Energielevel und Wohlbefinden zu tun. Findet euren Ess-Rhythmus und achtet darauf, wann der Körper nach Nahrung verlangt!

 

Fitnessmythen #4: dünn = gesund

Diese Denkweise hat sich in die Gehirnmembran unserer Gesellschaft eingebrannt. Wir stellen Dünnsein mit Glück und Gesundheit gleich. Je zierlicher und schmäler, desto besser. Was viele übersehen ist, dass auch ein dünner Mensch völlig ungesund leben kann.

Wenn meine Ernährung nur aus Alkohol und Zigaretten besteht, setze ich auch keine Kilos an. Das heißt aber nicht, dass ich gesund bin. Gesund sein heißt für mich: Ich fühle mich in meinem Körper wohl, habe keine Schmerzen und kann das Leben genießen, ohne dass mich mein Körper einschränkt. Ganz ehrlich? Da habe ich lieber ein paar Kilo mehr auf den Rippen und kann ohne Reue ein Eis im Sommer genießen. Ein gesunder Körper hat kein bestimmtes Aussehen.

 

Fitnessmythen #5: Ausdauertraining (Cardio) ist der beste Weg zum Abnehmen

Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren oder Laufen ist eine gute Möglichkeit, die Kondition aufzubauen und den Körper in Schwung zu bringen. Gerade, wenn ihr bisher keinerlei Sport macht, ist eine Runde Spazieren im Park oder eine kurze Radtour tausendmal zugänglicher und einfacher, als sich zum Gewichtheben beim Fitnessstudio anzumelden. Es ist auch richtig, dass Ausdauersport tendenziell mehr Kalorien verbrennt, als Krafttraining. Aber wie so oft gilt: Die Mischung macht’s.

Am Anfang ist jede Form der Bewegung toll, die euch Spaß macht. Krafttraining ist noch das Tüpfelchen auf dem i, mit dem ihr euren Körper straffen und ihm einen stabilen Rahmen geben könnt. Dies führt dazu, dass alltägliche Bewegungsabläufe „runder laufen“ und der Körper kräftiger wird. Dank Muskelaufbau an Brust und Schultern habe ich zum Beispiel viel weniger Rückenschmerzen als früher!

 

Fitnessmythen

 

Fitnessmythen #6: Ich muss Paleo / Keto / intermittierendes Fasten machen, um abzunehmen

Nie hat man mehr Motivation, als am Abend vor dem Start einer Diät. Ich habe mir immer genau überlegt, was ich am nächsten Tag (klassischerweise ein Montag) alles umstellen werde: Nur noch Gemüse essen, keine Süßigkeiten und jeden Tag Sport. Spätestens Montagabend war meine Diät auch wieder vorbei.

Wir denken, wir müssten irgendwelche fancy neuen Diäten machen, um besonders schnell und effizient abzunehmen. Dabei schränken diese Radikaldiäten wie Keto, Fasten und Paleo den Alltag aber so stark ein, dass wir sie nur wenige Tage durchhalten können.

Macht euch bitte nicht den Druck, einer neuen Trenddiät folgen zu müssen, nur weil gerade viele Fitnessgurus darüber reden. Bei einem gesunden Lebensstil geht es nicht um kurzfristige Abnahme, sondern um eine langfristige Lebensumstellung. Fangt mit kleinen Änderungen an und lasst euch Zeit.

Der Anfänger Guide zum gesunden Leben

 

Fitnessmythen #7: Detox

Nach einem All-Inclusive-Urlaub oder einem langen Partynacht mit Cocktails machen wir erstmal eine schöne Saftkur, um die Sünden wieder gut zu machen.

BITTE MACHT DAS NICHT!

Mit solchen Radikalkuren richtet ihr im Körper mehr Schaden an, als ihr ihm Gutes tut.

„Detox“ ist kein geschützter Begriff und kann somit von JEDER Firma für JEDES Produkt verwendet werden! Völlig egal, was der Saft oder die Creme macht. Außerdem enthalten viele Detoxsäfte Abführmittel, die dazu führen können, dass euer Körper entwässert wird. Passt hier bitte auf euch auf!

Der neue Star am Detox Himmel ist geboren: Die Leber! Sie entgiftet euren Körper ganz von alleine. Um eure Leber, Haut und Nieren bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, ernährt euch ausgewogen und trinkt ausreichend Flüssigkeit.

Mehr zum Thema: Fit & Fearless Podcast Detox and Cleanse

 

Fitnessmythen #8: Iss 5 kg Bananen für einen flachen Bauch!

Hier weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll!

1. Einseitige Ernährung ist schlecht für den Körper, da ihm über kurz oder lang wichtige Mineral- und Nährstoffe entzogen werden.

2. Kein Lebensmittel baut durch Zauberhand Muskeln auf.

3. Einen flachen Bauch erhält man durch regelmäßige Core Übungen (dazu gehört auch der Rücken!) und einem geringen Körperfettanteil.

 

Fitnessmythen #9: Jeder kann Laufen

Ich bin das beste Beispiel dafür, dass Laufen nicht für jeden geeignet ist. 3 Jahre lang habe ich versucht, ein passionierter Läufer zu werden. Gerade mit meinem damals hohen Übergewicht habe ich mir durch das Laufen mehr kaputt gemacht, als es mir gut tat. Klar ist Laufen super einfach und überall machbar – Schuhe an und los geht’s! Aber gerade bei Fußfehlstellungen, Hüftproblemen oder starkem Übergewicht müsst ihr aufpassen. Mir hat Laufen nie Spaß gemacht, aber ich dachte, ich muss meinen Kilos davon rennen.

Dabei gibt es so viele tolle Sportarten, die Spaß machen! Ich fahre gerne Rad, gehe laaange spazieren und besuche Kurse im Fitnessstudio. Findet den Sport, der euch Spaß macht und hört auf, wenn es auch nach dem Sport weh tut!

 

Fitnessmythen #10: Lebensmittel X ist besser als Y

Hier stört mich der Begriff „besser“ im Bezug auf Nahrung. Was heißt denn besser? Gesünder? Kalorienärmer? Sättigender? Klar fallen mir spontan 5 Argumente ein, warum eine Stange Sellerie „besser“ ist, als ein Snickers.

Aber es gibt Situationen, da muss es einfach ein Snickers sein. Auf dem Papier können wir uns eine perfekte Ernährung für den Muskelaufbau oder Fettabbau konstruieren. Dabei vergessen wir aber leider, dass Essen nicht nur Versorgung mit Nährstoffen ist, sondern Genuss, Lebensgefühl und Emotion.

Gibt es etwas Besseres für die Seele, als Omas originale Butternudeln oder Tantes handgemachten Apfelstrudel mit Vanillesauce? Unser Verhältnis zu Nahrung ist unglaublich komplex und von tausend irrationalen Faktoren abhängig. Auf dem Papier mag Lebensmittel X ballaststoffreicher sein, als Lebensmittel Y, aber das macht es weder besser noch schlechter. Ich versuche, mein Denken dahingehend zu verändern, dass ich Lebensmittel weder in „gut“ noch „böse“ unterteile.

 

 

Mich macht es richtig sauer, wenn Influencer mit Vorbildcharakter halbseidene Ernährungsweisheiten von sich geben, ohne diese kritisch zu hinterfragen!

 

Wundermittel gibt es nicht.
Hinterfragt Ernährungstipps und Ratschläge.
Seid kritisch und informiert euch über seriöse Quellen.
Hört auf euer Bauchgefühl.

 

Welche dämlichen Ernährungs- und Fitnessmythen sind euch untergekommen?

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11 Comments

  • Huhu,
    Ach ja, diese mythen. Glaube jeder der sich etwas mit seinem Gewicht auseinandersetzt ist schon über einen gestolpert xD
    Deinen vierten Mythos kannte ich aber tatsächlich nicht. In meinem Bekanntenkreis gilt das Motto “lieber rund und gesund als schlank und krank“. Besonders oft haben aber dieses Motto Menschen mit 100kg+….
    Wenn dünne Menschen eine Erkältung haben dürfen die sich meiner Erfahrung nach schon das ein oder andere mal anhören dass sie mehr essen sollten und der Körper dann besser mit so einer Krankheit klar kommen würde. Seitdem ich abgenommen habe, wurde mir schon öfter gesagt, dass ich mich nicht wundern brauche wenn ich öfter eine Erkältung habe, jetzt wo nur noch haut und knochen an mir dran seien.
    Ich habe seitdem ich abgenommen habe aber auch nicht öfter eine Erkältung als die jahre zuvor, ich habe eher das Gefühl dass die leute meinen Zustand(=gewicht) schlecht reden wollen, damit ihr eigener wieder besser aussieht.
    Lg alory

    • Da spricht auf jeden Fall auch der Neid mit, im besten Fall echte Sorge. Seit meiner Lebensumstellung vor 5 Jahren war ich genau einen Tag krank – das spricht denke ich für sich! Da sieht man wieder den Unterschied zwischen einem gesunden Körper (der alle Nährstoffe und Vitamine erhält, die er braucht) und einem dünnen Körper (dem diese bewusst entzogen werden).

  • Super Übersicht!!! „Jeder kann laufen“ ist auch einer meiner Hass-sätze….. ich kann es nicht! Kaputter Oberschenkel, schlechte Fußgelenke, Übergewicht… wenn ich anfange zu laufen, gefährde ich höchstens meine Gesundheit!! Dafür gehe ich mittlerweile schneller, als mancher Jogger läuft…. und fit wird man damit auch, dauert nur etwas länger, so 90 Minuten pro Tag sind es dann schon.
    Liebe Grüße
    Gabi

  • Liebe Carina,
    das kann ich so absolut unterschreiben! Und auch wenn ich heute so denke, habe ich diesen „Wahrheiten“ und viele andere auch ganz lange geglaubt. Es ist ja auch einfacher irgendwelchen hippen Erkenntnissen zu folgen, die Menschen propagieren, die eindeutig schon einen Traumkörper haben, als wirklich zu hinterfragen was an der eigenen Ernährungsweise nicht passt.
    Mein Gedanke war auch immer: Ich zieh jetzt die Diät XY knallhart durch und dann kann ich endlich wieder „normal“ Essen.
    Das normal Essen bei mir aber ständiges Überfressen bedeutete und das auch trotz Radikal-Diäten nie und nimmer langfristig zu einem schlanken Körper und glücklichen Leben führen würde, ist mir erst vor kurzem klar geworden!

    Besonders gut gefällt mir #10. Ich glaube, dass es auch oft so ist, dass der Körper ein in unseren Augen „schlechtes“ Lebensmittel braucht. Zum Beispiel wenn man low carb isst braucht der Körper irgendwann die Kohlenhydrate. Deswegen (und natürlich weil man es sich verbietet, aber das ist eine andere Geschichte) hat der Körper dann das Bedürfnis nach diesem Lebensmittel.
    Manchmal kann es also denke ich auch ein Snickers sein das der Körper braucht. Aber halt nicht 10 davon jeden Tag 😉
    Und manchmal ist es auch einfach nur wichtig für die Seele, denn warum soll Essen nicht auch Spaß machen? 🙂

    Liebe Grüße

    Kitty

    • Da kann ich dir nur zustimmen. Mein Körper weiß genau, was ihm gut tut. Also gab es diese Woche eben dieses Snickers und gestern selbstgemachtes Sushi 🙂 Die Balance macht’s aus, aber das klingt nicht so sexy wie „in 5 Tagen 20 Kilo abnehmen“!

  • Wie immer schön auf den Punkt gebracht.
    #1 Würde ich so nur nicht stehen lassen. Eine Kcal ist nicht eine Kcal. Es kommt nicht nur auf die Menge an sondern auch auf die Quelle/Quallität.
    Kohlenhydrate sind da schon ganz vorne dabei. Aber es macht durchaus einen Unterschied ob die Kohlenhydrate hier aus Trauben- , Zucker, Obst oder Gemüse kommt.

    Zu #8 gibt es ein 1 Tagesexperiment 😉
    https://www.diaetbutler.de/der-30-bananen-tag/

  • Liebe Carina,

    als ich vor einigen Jahren mit Ernährungsumstellung und vermehrt Sport wieder anfing, habe ich auch alles auf Instagram und auch Ernährungsblogs aufgesogen, gepaart mit dem, was ich selbst wusste und schon woanders aufgeschnappt hatte und natürlich auch mit eigenen Erfahrungen verglichen. Mir wurde schnell klar, dass für mich längst nicht jeder Sport geeignet ist, denn damals wog ich auch noch gute 25 kg mehr als jetzt und eine Weile glaubte ich auch, Proteinpulver UNBEDINGT zu brauchen, meine Hantelsätze stets zu steigern, auch, wenn ich sie kaum hoch bekam….ich wollte schnell viel erreichen und habe dann gemerkt, dass das nicht klappt und jeder Körper/Organismus seinen eigenen Rhythmus hat. Dann habe ich es aufs Alter geschoben, mit 30 klappt vieles halt besser als mit Mitte 50. Auch das war aber nicht immer richtig. Von vielen Dingen, die ich gesehen, gehört oder selbst ausprobiert hatte, habe ich mich dann verabschiedet und nur auf bestimmte Dinge geachtet, denn ein Spaziergang ist immer noch besser als gar keine Bewegung und 3 x die Woche auf den verhassten Heimtrainer muss auch nicht sein, wenn ich einige Fitnessübungen mache, die mir viel mehr Freude bereiten usw. Beim Essen genau das Gleiche. Allgemein glaube ich, je mehr man bei anderen hört oder liest, umso unsicherer wird man wieder, wenn man merkt, dass viele Glaubenssätze oder Ernährungsformen von anderen für einen selbst nicht passen: Warum soll ich Sushi essen, wenn ich es nicht mag, warum soll ich einen Sport treiben, der zu mir nicht passt oder aufgrund von anderen Konstellationen für mich nicht geeignet ist? Irgendwann bin ich wieder, ganz old school, da gelandet, wo ich früher schon mal war, aber das war mir damals wohl nicht genug: Ausreichend Bewegung, egal was, gesunde Ernährung, aber nicht unbedingt Sachen, die 3 x um die Welt fliegen, saisongerecht und möglichst ohne weite Transportwege und auch mal Fünfe gerade sein lassen. Daran halte ich mich seit ca. 2 Jahren und seither klappt alles viel besser, wenn auch langsamer, aber das ist mir lieber so. Ich muss keine Rekorde aufstellen, sondern nur irgendwann mein Ziel erreichen und das werde ich auch 🙂 Fitness- und Ernährungsbeiträge auf Blogs oder Instagram lese ich zwar immer noch gelegentlich, aber ich stelle nichts davon für mich wirklich zur Diskussion, denn jeder hat seinen Weg. Danke für den wirklich tollen Beitrag, der hoffentlich auch anderen die Augen öffnet!

    • Du hast so Recht liebe Andrea. Mir ging es ganz genau so – den ganzen Tag nur Fitnessratschläge und Rezepte gelesen und immer noch besser und noch schlanker werden.
      Das hat mich irgendwann völlig frustriert, weil ich nicht die Steigerung sehen konnte, die ich unbedingt wollte.
      So unsexy es auch ist – regelmäßige Bewegung und gesundes, saisonales Essen sind nun mal die einzigen Faktoren, die man das ganze Leben über durchziehen sollte. Denn ganz ehrlich – Gewichteheben mag zwar effektiv sein, aber ich finde es unglaublich langweilig. Dann lieber Spazierengehen mit Podcast im Ohr!

  • Hi Carina,
    ich hab vor kurzem ein furchtbares Buch unter die Finger gekriegt: „Warum nehme ich nicht ab?“. Das Buch ist irgendwann von Anfang 2000 und voller falscher und furchtbarer Informationen! Mich hat echt ein Pferd getreten, als da durchgeblättert habe. Auf der einen Seite schreibt sie, man solle keine Crash-Diäten machen (und sich nicht wundern, wenn man so nicht abnimmt), 10 Seiten später schlägt sie vor, wie man in nur drei Tagen 2 Kilo leichter wird („mit einer wunderbaren Tomatensuppe aus Tomatensaft und Salz“ – whaaaat?). Am heftigsten fand ich den Test „Welcher Essenstyp bist du?“ – bei dem man nur verlieren konnte und am Ende immer der verfressene Fettsack war.
    Da erschreckende daran fand ich, dass ich mich noch so gut an meine Teenie-Jahre erinnern kann, wo genau diese Mythen und Lügen als Abnehmwahrheiten propagiert wurden und ich einfach nur kreuzunglücklich war. Mit meinem Gewicht, aber auch durch die Nahrung, die mir empfohlen wurde (kaum Fett, absolut keine Proteine!).
    Ich bin so froh, dass wir da heute „weiter“ sind! Und gleichzeitig erschreckt es mich, dass solche Mythen immer noch kursieren. Die Mythen, die du auflistest, sind echt dämlich! Und das Schlimme ist: Viele davon sind wirklich gefährlich. Das ist echt der Stoff aus dem Essstörungen gemacht sind! Puh! Rant over 😉

    • Ich könnte mich da auch so drüber aufregen! Was für eine unfaire Verarsche! Ich habe damals auch an jede Crash Diät geglaubt und habe bis heute mit den Folgen zu kämpfen. Ich hoffe, dass die Gesellschaft ein Bewusstsein bekommt, was wahr ist und was reißerisch!