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Pseudo Getreide

by Carina
PSEUDO GETREIDE

PSEUDO GETREIDE

 

Nach dem 10.827sten Haferflocken Frühstück war mir nach etwas Neuem. Immer nur das Gleiche wird auf die Dauer langweilig und vielleicht gibt es eine Alternative zu Haferflocken, die noch länger satt macht oder besser schmeckt!

Auf meinen grünen Super-Food-Blogs bin ich dann sehr schnell auf sogenannte Pseudo Getreide gestoßen. Ein kurzer Blick auf Wikipedia verrät, dass Pseudo Getreide zwar nicht zur Familie der Süßgräser gehören, aber wie Getreide verwendet werden. Die heilige Dreifaltigkeit der Pseudo Getreide sind:

Quinoa, Buchweizen und Amaranth.

 

PSEUDO GETREIDE

 

Die Vorteile von Pseudo Getreide gegenüber klassischen Getreidesorten

Diejenigen unter euch, die an Zöliakie leiden, wissen sicher schon längst von den Getreidealternativen, denn sie enthalten kein Gluten. Aber auch sonst werden Quinoa und Co. durch den aktuellen Clean Eating Hype immer populärer und ziehen sogar in meinen heimischen Rewe ein. BTW: Wer hätte jemals gedacht, dass man f*cking CHIASAMEN bei ALDI kaufen kann?!

Außerdem enthalten Quinoa, Buchweizen und Amarant mehr Eiweiß als normaler Weizen. Aber die drei Pseudo Getreide haben auch etwa 60 g Kohlenhydrate pro 100 g, sind also für eine reine Low Carb Ernährung nicht geeignet.

Für mich sind Quinoa, Buchweizen und Amarant deshalb keine Super-Food-Wunderwaffen, aber eine Alternative zu Haferflocken und eine leckere Sättigungsbeilage. Außerdem konnte ich beobachten, dass sie mich länger satt machen, als zum Beispiel klassischer weißer Reis.

Quinoa

Konsistenz: Kleine Körner, etwa halb so groß wie ein Reiskorn

Zubereitung: Gründlich abwaschen und mit 2 Teilen Wasser aufkochen und 20 Minuten zugedeckt köcheln  lassen. Anschließend 5 Minuten quellen lassen.

Der Klassiker der neuen deutschen Super-Food-Küche! Quinoa ist eine tolle Reisalternative und schmeckt selbst Skeptikern, solange man ihn vor dem Kochen gründlich abwäscht. Ich mag Quinoa besonders gerne mit etwas Nussbutter und Limettensaft. Das Pseudo Getreide enthält alle essentiellen Aminosäuren, die der Körper braucht.

Buchweizen

Konsistenz: Bissfeste, große Körner

Zubereitung: Gründlich abwaschen, mit 2 Teilen Wasser aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

Meine Neuentdeckung für’s Frühstück. Haferflocken und Quinoa wurden mir mit der Zeit einfach zu breiig. Buchweizen hat eine etwas festere Konsistenz, die dem Frühstücksbrei Textur gibt. So hat man endlich etwas zu Kauen! Ich habe Buchweizen außerdem schon mit meinem neuen Power-Zerkleinerer* zu Mehl verarbeitet und mir damit Pancakes gemacht. Klappt super, nur solltet ihr beachten, dass Pseudo Getreide durch das fehlende Gluten zum Backen eher ungeeignet sind.

Amarant

Konsistenz: wie Brei / Polenta

Zubereitung: Gründlich abwaschen, mit 2 Teilen Wasser aufkochen und 25 Minuten köcheln lassen.

Amarant steht völlig zu Unrecht im Schatten des Quinoa! Wie Quinoa enthält das Pseudo Getreide alle essentiellen Aminosäuren und sogar mehr Eiweiß. Für mich ist das Getreide noch Neuland. Ich habe es letztens gemeinsam mit Buchweizen zu Frühstücksbrei verarbeitet und werde es als Polenta-Alternative nutzen! Was ich mir auch gut vorstellen kann sind zum Beispiel mit Amarant gefüllte Paprika!


Ich bin mittlerweile vorsichtig, was überschwängliche „Super Food“ Versprechen anbelangt. Zumal „Super Food“ ein reiner Marketing Begriff ist, der nichts bedeutet, aber toll klingt. Aber durch diese neue Gesundheitswelle entdecke ich immer wieder tolle, leckere Zutaten, mit denen ich experimentieren kann! Damit will ich euch dazu ermutigen, statt der tausendsten Reisbeilage einfach mal Quinoa auszuprobieren. Kochen soll Spaß machen und unsere Geschmacksknospen sind dankbar, wenn wir ihnen ab und zu etwas Neues bieten!

Habt ihr Pseudo Getreide schon einmal ausprobiert?

Was ist euer Favorit: Quinoa, Buchweizen oder Amarant?

15 comments

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15 comments

Hana Mond 4. November 2016 - 16:42

Quinoa habe ich auch mal gekauft, allerdings ist es wohl problematisch – in Südamerika ist es ein Grundnahrungsmittel, das durch die hohe trendbedingte Nachfrage in den 1.-Welt-Ländern dort preislich explodiert und für arme Familien kaum noch erschwinglich ist.
Ich werde es aufbrauchen und dann nicht mehr nachkaufen – und würde auch anderen empfehlen, lieber heimische (Pseudo-)Getreide zu verwenden als durch die halbe Welt exportierte. Wir haben hier Getreide- und Pseudogetreidesorten im Überfluss – da müssen wir es nicht daher wegexportieren, wo die Menschen selbst wenig Alternativen haben.
Infos: https://de.globalvoices.org/2014/09/04/die-quinoa-ein-welterfolg-auf-kosten-der-bauern-in-den-anden/

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Carina 6. November 2016 - 10:23

Guter Punkt, danke für den Hinweis liebe Hana!

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mariamichamakeup 4. November 2016 - 20:59

Ich persönlich liebe Quinoa! Besonders als Salat, aber auch als Beilage zu allem möglichen. Buchweizen ist mir seit meiner Kindheit bekannt, in der russischen Küche wird es viel und gerne verwendet 🙂 Generell finde ich diese „Pseudo Getreide“ super, weil es sättigt und zu meiner glutenfreien Ernährung passt.
LG Maria

https://mariamichamakeup.wordpress.com/

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Carina 6. November 2016 - 10:25

Welche Gerichte gibt es damit in der russischen Küche? Finde ich sehr spannend!

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Blunia 5. November 2016 - 8:35

Komischerweise kenne ich Amarant am längsten, es war früher mal Teil eines Müslis, das ich eine Zeit lang gern gegessen habe. Mittlerweile ist sind mir Amarant-Pops genauso wie Quinoa-Pops meist zu „fusselig“, wenn Du weißt was ich meine, ungepoppt als Teil eines Frühstücksbreis oder als Reisersatz kann ich sie mir allerdings gut vorstellen, muss ich daher unbedingt mal ausprobieren.
Was ich auch gern zum Frühstück mag sind Braunhirse Chrunchy von Werz, gern auch gemischt mit anderen flocken oder Pops, es gibt sie bei uns bei Denns. Habe grade gesehen, es gib auch Quinoa- und Buchweizen Chrunchy 🙂
LG Blunia

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Carina 6. November 2016 - 10:26

Danke für den Tipp, das schaue ich mir an. Bin aktuell auf der Suche nach crunchy Sachen, die etwas Biss in mein Frühstück bringen!

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Mimi 5. November 2016 - 11:18

Liebe Carina,

sie zählt zwar nicht zum Pseudo-Getreide, aber ich möchte gerne eine weitere Frühstücksalternative mit dir teilen, nämlich eine mit Hirse. Dieser Frühstücksbrei ist super lecker und Hirse weist den höchsten Eisen- und Magnesiumwert der Getreide auf, ist leicht bekömmlich und enthält zudem einen hohen Anteil an Kieselsäure.

Feiner Hirsebrei mit Datteln:

40g Hirseflocken (z.B. von Alnatura)
300 ml Milch oder Pflanzenmilch
4 Datteln gehackt
1 EL Rosinen
gemahlene Gewürze z.B. Anis, Ingwer, Zimt, Kardamom…
1 Prise Salz

Extras:
1 EL Chia
Nüsse als Topping

Die Hirseflocken in der Flüssigkeit unter rühren aufkochen und drei Minuten köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen und 10 Minuten nachquellen lassen. Nun die restlichen Zutaten unterrühren, anrichten, fertig!

Vielleicht probierst du es ja mal aus und das Rezept bereichert dein Frühstücksrepertoire!

Liebe Grüße,
mimi

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Carina 6. November 2016 - 10:29

Vielen Dank für den Tipp, werde ich definitiv ausprobieren!

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Moe 6. November 2016 - 12:46

Quinoa ist wirklich lecker, ich finde es schmeckt wie Körnerbrötchen^^
Amaranth hab ich auch da, vor Ewigkeiten mal versucht zu kochen/selbst zu poppen und bei beidem gescheitert. Aber jetzt habe ich einen Reiskocher und der ist perfekt für diese Art der Zubereitung, der soll sogar getrocknete Hülsenfrüchte hinkriegen, das muss ich auch noch ausprobieren. Ich fang mal mit dem Amaranth an^^

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Carina 7. November 2016 - 13:30

In Asien kochen sie ja fast nur mit Reiskocher! Ich hatte mir auch schon einen überlegt, aber ein Topf tut es glaube ich auch. Ein Gerät weniger in der Küche 😉

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Stephie 6. November 2016 - 16:20

Ich muss aktuell auf einige Inhaltsstoffe verzichten, auf Gluten noch ein ganzes Jahr lang, deshalb habe ich mich viel mit Pseudo-Getreide beschäftigt. Ich bin sehr froh, dass es so viele Alternativen gibt und muss sagen, dass der Verzicht auf Gluten von all meinen Unverträglichkeiten mit am einfachsten ist. Der Verzicht auf Fructose war für mich am schwierigsten umsetzen, da überall Zucker drin ist. Und das finde ich wiederum spannend, zu entdecken, was da eigentlich alles in unseren Lebensmitteln steckt.

Viele Grüße
Stephie

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Carina 7. November 2016 - 13:34

Darf ich fragen, wieso du das machst? Um Unverträglichkeiten aufzudecken?

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Stephie 14. November 2016 - 19:15

Ich habe seit langer Zeit Probleme mit der Blase, bisher hat mir nichts geholfen. Im Juli habe ich auf Rat meiner Schmerztherapeutin bei einem Internisten, der auf den Darm spezialisiert ist, Bluttest und Stuhlprobe abgegeben sowie Lactose- und Fructose-Test gemacht. Dabei wurde die Fructosemalabsorption gefunden, zu niedriger Vitamin-D-Wert und zu hohe IgG4-Antikörper bei glutenhaltigen Lebensmitteln, bei Ei, bei Mandeln, Haselnüssen und Erdnuss, Milcheiweiß. Ich mache das also nicht, weil es trendy ist, sondern, damit es mir hoffentlich gesundheitlich besser damit geht. Mein Freund hatte das alles auch schon einmal durchgemacht, nur ohne das Fructoseproblem. Es ist bei ihm zwar besser geworden, jedoch macht es sich noch immer bei der Verdauung sichtbar, wenn er etwas nicht gut verträgt.

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Cream’s Blogger News #197 - AmandoBlogs.comAmandoBlogs.com 6. November 2016 - 17:37

[…] Was sind Pseudo Getreide? […]

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Sandra 21. Dezember 2016 - 23:09

Ich backe jede Woche für unsere Familie ein Brot auf Hefebasis mit selbstgemahlenen 200g Buchweizen, 100g Hirse und 100g Naturreis, angereichert mit 30g Kokosflocken, 35g Sonnenblumensamen, 25g Sesam, 10g Kümmel, 15g Anis und etwas Muskat – dazu 1EL Rohrohrzucker (für die Hefe;-)) und 1TL Himalaya Salz.
Das Brot schmeckt würzig und ist extrem sättigend. Nachdem ich „Dumm wie Brot“ von D. Perlmutter gelesen habe, ist Reduktion von Kohlenhydraten angesagt und Verzicht auf bestimmte Arten von Getreide (u.a. Weizen – der ist am „schlimmsten“). Und das in dem obigen Rezept fehlende Gluten soll ja auch bei gesunden Menschen Schäden anrichten, halt nur schleichender.
Ja, und letztlich hast du also Recht damit, mehr auf Pseudogetreide umzustellen, da diese oft bekömmlicher sind und unserer Natur bzw. unserem Verdauungsapparat mehr entsprechen. Wir sind ja genetisch immer noch sehr nahe den Jägern und Sammlern vor 10.000 Jahren, die den Ackerbau noch nicht für sich entdeckt hatten und mit dem Verzehr von Beeren, Blättern und Nüssen (sowie ab und an auch ein bisserl Fleisch) sich viel gesünder ernährt haben, weil die Evolution bis dahin schon über Millionen von Jahren die menschlichen Verdauungsorgane auf das bisherige Nahrungsangebot optimiert hatte.
Liebe Grüße
Sandra

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