Dehnungsstreifen? Hängebusen? Veränderungen des Körpers beim Abnehmen

 

Meine Gewichtsabnahme von 35 kg ist nun bereits über zwei Jahre her, aber mein Körper überrascht mich immer wieder! Ich erkenne neben der offensichtlichen Gewichtsabnahme immer wieder Dinge, die sich durch meine Lebensumstellung im Körper verändert haben. Da meine Abnahme sehr langsam und stetig über 2 Jahre verlief, hatte ich keine dramatischen Veränderungen innerhalb weniger Wochen. Eine stete und geduldige Abnahme gibt dem Körper mehr Zeit, sich umzustellen, ist stressfreier und nachhaltiger!

Immerhin habe ich mir die Kilos auch über 25 Jahre angefuttert!

 

So hat sich mein Körper verändert, nachdem ich 35 kg abgenommen habe (neben dem sichtbaren Verlust von Körperfett):

 

Veränderungen des Körpers

 

Dehnungsstreifen

Meine Dehnungsstreifen am Po, Hüfte, Oberschenkeln und Oberarmen entstanden, als ich in Teenagerjahren extrem schnell extrem viel zugenommen habe. Das Bindegewebe kommt mit der schnellen Zunahme nicht zurecht und bekommt Risse, die dann erst rot sind und nach der Heilung leicht weißlich schimmern.

Die schlechte Nachricht: Dehnungsstreifen sind Narben, die sich nur operativ entfernen lassen. Egal, wie viel man abnimmt, die Narben in der Unterhaut werden immer sichtbar sein. Deshalb habe ich mich mit ihnen abgefunden. Die gute Nachricht: JEDE Frau, die ich kenne, hat Dehnungsstreifen. Sei es durch ein schwaches Bindegewebe oder während der Schwangerschaft, wir haben sie alle!

 

Hängende Haut

Je langsamer man abnimmt, desto besser kann sich auch die Haut darauf einstellen. Gerade an den Stellen, an denen ich Dehnungsstreifen habe, hängt auch die Haut. Das einzige nicht-operative Gegenmittel ist Krafttraining und Muskelaufbau. Je straffer und praller die Muskeln, desto glatter wirkt auch die Haut darüber.

 

Gesichtshaut

Früher hatte ich stark ölige Haut, seit meiner Abnahme normale bis trockene! Diese Umstellung fällt mir jeden Morgen beim Schminken auf. Ich kann nun endlich schimmernde Primer benutzen und musste auch meine Hautpflege Routine komplett über den Haufen werfen. Meine Haut ist nun viel ausgeglichener und reiner.

 

Rückenschmerzen

Von Körbchengröße E auf B – was bin ich froh! Mein großer Busen und die damit einhergehenden Rückenschmerzen waren eine unglaubliche Belastung. Ich konnte mich sowieso schon kaum bewegen, aber die große Oberweite bereitete mir noch zusätzliche Komplikationen. Zwar muss ich immer noch an meiner (kaum vorhandenen) Rückenmuskulatur arbeiten, aber meine Rückenschmerzen haben sich enorm gebessert.

 

Veränderungen des Körpers

 

Kälteempfindlichkeit

Körperfett ist eine effektive Kälteisolation. Seit sich diese bei mir reduziert hat, ist mir schneller kalt und ich brauche viel Bewegung, um meinen Körper aufzuwärmen. Eine logische Veränderung des Körpers, die mich trotzdem überraschte!

 

Hände

Selbst merkt man es gar nicht so stark, wenn man über einen langen Zeitraum abnimmt. Trotzdem gibt es Momente, in denen mein Blick auf meine Hände abschweift und ich mir denke „Sind das wirklich Deine?!“. Früher hatte ich mollige Patschehändchen, nun sind sie schmal und sehnig. Auch nach 3 Jahren ein ungewohnter Anblick!

 

Kreislauf

Früher brauchte es nur 20 Stufen und schon stand mir der Schweiß auf der Oberlippe. Mein Kreislauf wurde mir auch im Alltag zum Problem. Bei hohen Temperaturen wurde mir schwindelig und deshalb verbrachte ich die meisten Sommer in meinem Zimmer. Seit ich regelmäßig Sport mache, habe ich keine Probleme mehr mit meinem Kreislauf und kann mich völlig frei bewegen.

 

 

 

Welche Veränderungen des Körpers könnt ihr beim Abnehmen feststellen?

Was hat euch am meisten überrascht?

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15 Comments

  • Kann ich alles unterschreiben!! Dehnungsstreifen – egal, da ich ohnehin ein Kind bekommen habe, trage ich sie mit Stolz! Und die Kälteempfindlichkeit – oh ja! Bin ich früher auch gern mal bei Minustemperaturen im Shirt rumgelaufen, besitze ich mittlerweile eine ansehnliche Anzahl dicker Jacken und vor allem dicker Socken….
    Alles nicht so schlimm, dafür komme ich jetzt die Berge rauf und mir macht Sport Spaß. Dafür lohnt sich das doch…
    Liebe Grüße
    Gabi

  • Mir gings ähnlich: Auf einmal waren die Rückenschmerzen weg – und der große Busen.
    Und bei beidem bin ich froh, dass ich es los bin. 🙂

    Dehnungsstreifen hab ich gar keine, obwohl ich von Größe 42 (ca. 70kg) auf 36 (ca. 57kg) runter bin.

    Schön, dass du so offen damit umgehst und die Bilder zeigst! Folge deinem Weg seit etwa drei Jahren und bin immer wieder begeistert, wie diszipliniert und zielstrebig du an dir gearbeitet hast! 🙂

  • Spannendes Thema! Einen ähnlichen Post habe ich auch noch in petto, dauert aber wohl noch etwas.
    Meine Dehnungsstreifen habe ich auch von früher. Von der Zunahme und der Schwangerschaft. Seit ich abnehme, inzwischen sind es -45 Kilo, habe ich keine neuen dazu bekommen, obwohl ich fest damit gerechnet hatte. Aber um so besser. Was die Haut betrifft, so hilft bei mir wohl leider auch kein Krafttraining. Meine Ärztin sieht da besonders am Bauch wenig Chancen. Ich hoffe aber, dass es zumindest an den Beinen und Armen noch besser wird.
    Meine Finger sind auch dünner geworden, das merke ich daran, dass mein Ehering nicht mal mehr auf dem Mittelfinger gut passt. Aber ich finde dennoch nicht, dass sie schlanker aussehen.

    Es klingt vielleicht seltsam, aber ich habe hin und wieder neue Knochen entdeckt. Klingt blöd, ich weiß, und ich wusste natürlich immer, dass sie da sind! Aber irgendwann stand ich unter der Dusche, schäumte mich ein und dachte: „Huch, den hab ich aber vorher nicht so deutlich wahrgenommen!“ Oder ich lag auf dem Bauch und hatte das Gefühl, da fehlt was. Es war so hart. Tja, da fehlte halt das Polster zwischen Untergrund und Rippen. 😉

    Danke für den schönen Artikel!
    Liebe Grüße
    Melanie

    • Es ist super spannend, den eigenen Körper neu kennen zu lernen! Wenn ich seitlich im Bett liege, klemme ich mir nun immer die Bettdecke zwischen die Knie, da der Kniespeck weg ist 😀

  • Ich freue mich dass jemand so ehrlich darüber spricht. Die Medien und Zeitschrifte geben einem immer den Eindruck, dass das mit dem Abnehmen so leicht ist und spurlos verschwindet. Es legen sich aber verdammt viele unter das Messer. Ich hatte in meinem Bekanntenkreis auch einen Fall, wo man es sich überlegt hat, weil man die 50kg Abnahme tatsächlich gesehen hat. In diesem Fall kann ich es verstehen aber ich hab kein Verständnis für Leute, die wegen ein paar Dehnungsstreifen herumheulen… Die hab ich auch und ich bin und war niemals übergewichtig.

    • Ich kann es zu 100% verstehen, wenn man sich operieren lässt, wenn es keinen anderen Weg gibt. Hätte ich eine große Hautschürze, würde ich mir sie vermutlich auch entfernen lassen. Aber bei solchen Kleinigkeiten stimme ich dir zu, das haben wir einfach alle und müssen wir einfach akzeptieren. Darüber unglücklich sein macht die Dehnungsstreifen auch nicht besser!

  • Ich finde es super, dass du unretouschierte Fotos zeigst. Obwohl ich noch nie mehr als 57 kg (bei einer Körpergröße von 171cm) hatte, habe ich viele Dehnungsstreifen an den Oberschenkeln, den Hüften und am Po (hab wohl sehr schwaches Bindegewebe). Wenn man dann ständig nur gephotoshoppte Bilder von perfekten Frauen sieht, schwindet das Selbstbewusstsein immer mehr und man fragt sich, was man falsch macht.
    Klar ist mir bewusst, dass niemand eine komplett glatt gebügelte Haut wie die Frau in der Werbekampagne oder auf Instagram hat, sondern dass da ordentlich bearbeitet wurde, aber trotzdem erwische ich mich dann doch dabei, wie ich vorm Spiegel stehe und mich über meine Dehnungsstreifen oder Poren ärgere. Deshalb freue ich mich übrigens auch immer über die Make-up-Posts auf deinem anderen Blog, weil man da Poren oder oder auch mal kleine Pickelchen erkennen kann. Klingt vielleicht komisch, aber ich finde das wunderbar realistisch und natürlich.

    Liebe Grüße,
    Anna

    • Danke liebe Anna, ich weiß genau, was Du meinst! Ich fühle mich auch einfacher wohler in meiner Haut, wenn ich normale, unretouschierte Fotos sehe. Wozu machen wir (Frauen) uns was vor? Klar kann ich mich zur Unkenntlichkeit photoshoppen und auf Instagram einstellen. Aber wozu… Ich hoffe, der Trend der perfekten Fotos geht irgendwann zurück!

  • Dehnungsstreifen hängen ja fast mehr von der genetisch festgelegten Widerstandsfähigkeit des Bindegewebes ab als vom Gewicht – ich lächle immer müde, wenn mal wieder eine junge Mutter erklärt, Mittelchen XY hätte ja sooo gut geholfen, sie hätte gar keine Dehnungsstreifen …
    Ich habe an diversen Körperstellen Dehnungsstreifen vom Wachstum in der Pubertät. In der ich auf sagenhafte 56 kg gekommen bin … aber das normale, langsame Wachstum von Hüfte und Brüsten hat gereicht.
    So what, jeder Körper hat seine Vorzüge und Schwachstellen!

    Meine Schwester freut sich drüber, dass seit ihrer Abnahme die Oberschenkel nicht mehr aneinander reiben – das ist auch so etwas, je nach Anatomie werden das manche selbst bei Untergewicht nicht erreichen, aber da wir eineiige Zwillinge sind, erhoffe ich mir auch freudiges Röcketragen auch bei hochschwitzigen Temperaturen, wenn ich noch ein paar Kilo verliere 😀

  • Hallo.
    Ich hatte durch Schwangerschaften einen sehr gerissenen und überdehnten Bauch, der auch nach erreichen einer schlanken Figur nie wieder weg ging.
    Ich habe darunter sehr gelitten und deshalb vor eineinhalb Jahren eine große Bauchdeckenstraffung machen lassen…….es war die beste Entscheidung überhaupt. Immer noch schaue ich jeden Morgen in den Spiegel und könte weinen vor Freude.
    Niemals hätte ich geglaubt, WIE glücklich und selbstbewusst einem sowas macht.
    Ich habe auch Streifen an anderen Stellen, aber die stören mich nicht….. nur mit der hängenden Haut wollte ich einfach nicht mehr leben.

    Danke für die Bilder.

    Liebe Grüße Martina

    • Das kann ich voll verstehen, liebe Martina! Offensichtlich war es für dich die richtige Entscheidung. Das wirst du auch nie bereuen!