Vorsicht vor Abnehmtipps!

Ein Phänomen, das ich nach meiner Abnahme von 35 kg beobachten konnte:

Sobald man normalgewichtig oder schlank ist, weiß jeder um Dich herum, was am besten für Dich ist.

 

Iss mal mehr, Du wirst sonst zu dünn!

Du solltest weniger Kohlenhydrate / Fette / Eiweiß essen!

Du solltest mehr Kohlenhydrate / Fette / Eiweiß essen!

Krafttraining macht Dich zum Muskelotto!

 

Als ich noch 100 kg wog und stark übergewichtig war, hat sich niemand getraut, mir solche „Abnehmtipps“ zu geben. Kaum ist man schlank, scheint eine Barriere zu verschwinden und die Menschen im eigenen Umfeld versuchen, zu helfen. Einem übergewichtigen Menschen zu sagen „Hey Schwabbel, iss mal weniger!“ ist ein sicherer Weg, sich einen Feind zu machen.

 

abnehmtipps

 

 

Aber was ist der Unterschied, wenn man zu einem schlanken Menschen sagt „Hey Spargeltarzan, iss mal mehr!“?

Richtig: Gar keiner.

 

 

In beiden Fällen wird die betroffene Person kritisiert und auf ihr Aussehen reduziert. Egal ob ich 100 kg wiege, oder 60 kg. Jeder negative Kommentar über den eigenen Körper tut weh.

 

Wobei ich hier nochmal unterscheide zwischen bösen Lästereien („Die sollte lieber keine kurze Hose tragen!“) und gut gemeinten „Abnehmtipps“ („Iss mehr Kohlenhydrate für mehr Energie!“). Letztere kommen von einem Ort der Liebe, Empathie und Sorge. Ich weiß solche Kritik von Freunden und Familie mittlerweile richtig einzuordnen – aber ich sehe darin ein großes Problem für diejenigen, die noch am Anfang ihrer Abnahme / Lebensumstellung stehen. In diesen ersten Monaten, in denen man seinen Weg noch nicht kennt, in denen man seinen Körper wieder kennen lernt. Ich war verunsichert, verletzlich und wütend auf mich selbst.

Jeder Mensch eignet sich über die Jahre ein gefährliches Halbwissen zu Sport und Ernährung an. Wir verinnerlichen gut klingende Schlagzeilen, die wir beim Vorbeilaufen auf Frauenzeitschriften lesen:

 

5 kg in 5 Tagen mit der Kohlsuppendiät!

Fett weg ohne Hungern mit dem Superfood Goji Beere!

Low Carb macht schlank!

Schnell abnehmen mit Ausdauersport!

Ein Esslöffel Apfelessig am Tag und die Pfunde purzeln!

 

Ich kenne keinen Menschen, der nicht ein paar „Abnehmtricks“ zu bieten hat, wenn man ihn danach fragt. Die Wahrheit ist:

 

Es gibt keine Wundermittel.

 

Das einzige Abnehmprinzip, das für jeden Menschen gilt: Gesunde Ernährung und Sport und das ein Leben lang.

 

Alles andere ist von Körper zu Körper verschieden.

Hannelore isst sowieso lieber Fleisch und kann Low Carb durchhalten. Peter ist von Natur aus sehr aktiv, macht viel Sport und muss nicht auf Kalorien achten. Tina setzt beim Krafttraining schnell Muskeln an. Matthias ist ein Leckermäulchen und nimmt schon zu, wenn er die Schokoladentafel nur ansieht.

 

Deshalb sind Ratschläge zur gesunden Ernährung und zum fitten Lebensstil immer schwierig. Nur weil eine Lebensweise und Ernährung für mich funktioniert, heißt es nicht, dass jemand anders damit glücklich wird. Ich kann nur meinen eigenen Weg finden und mit euch teilen, was mir hilft und was nicht.

 

Aus diesem Grund ist es meine tiefste Überzeugung, andere in ihrer Lebensweise nicht zu kritisieren, sondern zu inspirieren.

Ich möchte nicht mit erhobenem Zeigefinger durch Social Media laufen und Ernährungsweisen anderer verurteilen. Was ich möchte ist mit euch diesen holprigen Weg zu teilen. Kalorienzählen hat für mich nicht funktioniert, für andere ist es die perfekte Lösung. Ich habe nicht das Recht, jemandem meine Ernährungsweise aufzudrücken. Jeder Mensch hat andere genetische Veranlagungen und einen anderen Lebensstil. Außerdem ist das Feld der Ernährung und Fitness so komplex, dass selbst langjährig studierte Ernährungswissenschaftler nicht wissen, was eine perfekte Ernährung darstellt.

 

So gut Ratschläge auch immer gemeint sind, geht vorsichtig mit ihnen um. Denn die meisten Menschen sehen dahinter nicht die Sorge, die aus euch spricht, sondern Kritik. Es ist egal, ob dick oder dünn – mit ungefragten Ratschlägen, auch wenn sie noch so gut gemeint sind, kommt ihr nicht an einen Menschen heran. Wenn ihr einen Menschen beim Abnehmen unterstützen möchtet, lasst Taten sprechen! Geht zusammen spazieren oder einkaufen auf dem Wochenmarkt!

 

Hier spricht aus mir sowohl der 100 kg Pummel, als auch die halbwegs fitte, ernährungsbewusste 65 kg Carina.

Menschen nach ihrem Körper zu beurteilen ist einfach und verletzend. „Du bist zu dick“ ist dabei genau so erniedrigend wie „Du bist zu dünn“.

 

Wenn ihr den fundierten Eindruck habt, dass euer Lieblingsmensch auf eine Essstörung zuläuft, sprecht dies offen, ehrlich und ohne Wertung an. Das Thema verdient aber seinen eigenen Post!

 

 

Habt ihr schon einmal gut gemeinte Abnehmtipps erhalten, die am Ziel vorbei schossen?

Wie geht ihr damit um, wenn euch Außenstehende beim Abnehmen beraten wollen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

25 Comments

  • Jeder Form von „Kritik“ am Körper einer fremden Person (auch wenn gut gemeint) ist im Regelfall nicht zielführend und oft verletzend. Keiner ist perfekt und hat an sich etwas zu bemängeln. Solche Dinge tragen daher nicht unbedingt zum eigenen Wohlbefinden bei. manchmal ist Nichts sagen definitiv die bessere Alternative.

  • Hallo Carina,

    danke für diesen Post!
    Ich selbst versuche gerade meine Ernährung umzustellen und zack kam
    vom meiner Frau Mama, als ich bei ihr zum Mittagessen war,
    „Darfst du das überhaupt essen? Ist das nicht zu viel Fett? Hab ja gehört das Low Carb besser ist…“
    Ich fand die nachfrage ja nett gemeint, aber irgendwie war es auch anstregend, das mal wieder durch zu kauen.
    Die Mutter meines Freundes war beim unserem letzten Besuch bei ihr total stolz,
    weil sie nir extra fettreduzierte Lebensmittel eingekauft hat.
    Auch hier total die liebe Geste, aber kann dann sitzt man am Frühstückstisch und wird streng beobachtet, ob man auch ja die Extrawurst&co isst.

    lG
    Jenny

    • Man fühlt sich unter die Lupe genommen. Auch wenn es von anderen gut gemeint ist, aber Essen moralisch zu verurteilen ist grundsätzlich eine schlechte Idee…

  • Liebe Carina,
    Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich kenne selber auch die Kommentare aus beiden Richtungen.
    Allerdings finde ich selber auch schwierig, Personen anzusprechen, bei denen mir das Gewicht Sorge bereitet.
    Liebe Grüße
    Anke

    • Das ist tatsächlich eine sehr, sehr schwierige Angelegenheit. Zumal auch jede Person unterschiedlich motiviert wird.
      Was du tun kannst ist wie oben geschrieben einfach Taten sprechen lassen. Gemeinsam spazieren gehen, aktiv sein… und mit gutem Vorbild voran gehen!

  • Ich habe selbst 35 Kilo mit Weight Watchers abgenommen und verstehe dich total. JEDER/JEDE hatte eine „Meinung“ zum Programm von WW („Da kannst du ja nur Gemüse essen!“ „Was, am Abend kannst du auch Kohlenhydrate essen? Das klappt sicher nicht mit der Abnahme!“ „Die zocken einem doch nur ab“ „Mit WW hast du nur kurzzeitig Erfolg, JoJo-Effekt lässt grüssen“ usw.).

    Ich hatte irgendwann überhaupt keinen Bock mehr, in meinem Freundeskreis genauer zu erläutern, wie ich abbnehme/abgenommen habe und habe dann einfach jedes Mal einen Standartsatz gesagt: „Es gibt kein Geheimrezept, schliesslich wissen wir doch grundsätzlich alle, was und wie viel gegessen werden sollte, um einigermassen gesund zu sein“.

    Ich finde auch, für jeden „funktioniert“ eine gesunde Lebensweise anders.

  • Ich habe endlich mein Normalgewicht und kann es auch gut halten(Sport!!) und höre sehr oft, nur von den Frauen:“Wie viel willst Du denn noch abnehmen?“
    Keine Anerkennung,klingt kritisch und kommt aber von den pummeligen. Wahrscheinlich hält man ihnen einen Spiegel vor und das stört sie dann doch. Anders kann ich es mir nicht erklären. Wie schade.
    Ich bin stolz und freue mich jedenfalls.
    Liebe Grüße
    Angela

    • Das ist die Hauptsache! DU musst dich gut fühlen! Toll, dass das der Fall ist. So ist man gleich viel ausgeglichener!

  • Oh ja, das kenne ich zur Genüge…

    Ich hab ja selbst auch recht viel abgenommen, und da kamen eigentlich immer wieder dieselben Meldungen:

    „Jetzt bist du aber schon so dünn, jetzt darfst du nichts mehr abnehmen“ – Ich muss dazu sagen, zu dem Zeitpunkt hatte ich 73 kg bei einer Größe von 1,73 und war damit gerade an der obersten Grenze Normalgewicht/Übergewicht – also weit entfernt von zu dünnn…aber ich versteh es auch irgendwie, wenn man jemanden nur dick kennt, ist es einfach ungewohnt, denjenigen schlank zu sehen.

    Was mich aber immer gestört hat, waren folgende 2 Meldungen:

    Wenn ich zB etwas abgelehnt habe oder eben auf meine Ernährung geachtet habe: „Wieso isst du das nicht, du kannst es dir ja erlauben, du hast eh so viel abgenommen“ – ähm, ja, gerade deshalb will ich es mir nicht erlauben…nur weil man schlank ist heißt es nicht, dass man nicht auf seiner Figur achten muss!

    und auch ganz schlimm:
    „Waaaaas, du isst 2 Stück Kuchen? Ich dachte, du nimmst ab?“ Das hab ich echt oft gehört und es hat mich dann schon so genervt dass ich oft geantwortet hab: Ja, dafür war ich vorhin 10 km Laufen – du isst es auch, hast du heute schon Sport gemacht?

    Ich finde es echt schlimm, dass man sich ständig Kommentare zu seinem Körper anhören muss bzw. sich rechtfertigen muss, warum man etwas jetzt isst oder nicht isst! Geht doch echt keinen was an….

    Möchte aber zum Schluss auch sagen, dass ich natürlich auch viele nette, wirklich ehrlich gemeinte Komplimente bekommen habe/noch immer bekomme – das hat mich immer sehr gefreut!

    • „Jetzt bist du aber schon so dünn, jetzt darfst du nichts mehr abnehmen“ und „Waaaaas, du isst 2 Stück Kuchen? Ich dachte, du nimmst ab?“ höre ich auch sehr oft.
      Da müssen wir einfach drüber stehen. Wie du sagst, niemand weiß, wie man sich sonst ernährt oder wie viel Sport man treibt!

  • Ich dachte schon dass ich damit alleine bin. Und bin froh das zu hören. Ich hab mit 13 angefangen mich über gesunde Ernährung zu informieren und koche seit 13 Jahren bewusst und gesund und esse natürlich auch Pizza, lasagne oder ein Eis aber ich erstelle alles selber mit frischen Zutaten. Mittags esse ich meistens Salat mit 100g gesunden Kohlenhydraten und muss mir dann immer anhören dass ich ja so dünn sei und noch Nachtisch nehmen soll oder wieso ich kein Schnitzel genommen habe das schlägt mir immer auf dem Magen in der Kantine. Ich kommentiere ja auch nicht was jemand isst. Die Leute sehen nur diesen einen Ausschnitt und nicht dass man abends noch mit dem Partner kocht und isst und morgens gut frühstückt und sobald man dünn ist wird einem immer unterstellt dass man hungert. Ich mag das nicht. Ich war nie Übergewichtig nur etwas Babyspeck aber darum geht es nicht meine Schwestern sind übergewichtig und sagen sowas nie. Und ich würd nie jemanden verurteilen der zu dünn normal pummelig oder dick ist ich versteh es nicht. Das mit dem gut gemeinten Rat sehe ich so wenn es um enge Freunde oder die Familie geht aber bei den anderen Leuten, die einen nicht kennen sehe ich es als Vorurteil. Wie sagt man immer so schön du kennst nicht den Weg des Menschen verurteile ihn nicht. Aber daran halten sich glaub ich wenig Leute was mich daran nur interessieren würde warum ist es so wichtig was ich gerade esse?
    Find deinen Blog ehrlich und man sieht du kennst dich aus und lebst gesund und ausgeglichen!

    • Danke liebe Ana für deinen ehrlichen und offenen Kommentar.

      „Wie sagt man immer so schön du kennst nicht den Weg des Menschen verurteile ihn nicht. “ Ist ein sehr schönes Mantra. Egal, wie viel man wiegt, ich würde mir von manchen mehr Feingefühl wünschen, was solche Kommentare anbelangt. Man muss selbst als gutes Vorbild vorangehen!

  • Achja, da kenn ich auch einige von denen… „jetzt kannst dann aber langsam aufhören, nur Salat macht ja nicht glücklich“, „isst du auch mal was Ordentliches?“, „gönn dir doch auch mal was, sonst verlierst du die Freude am Abnehmen“… usw usw usw… scheinbar sind meine Kollegen alle Ernährungsexperten 😉
    ich tu das meiste mit einem Lachen ab, weil sie es ja sowieso nicht hören wollen, was ich ihnen gern sagen würd. Aber ich finde es manchmal auch ein wenig anmaßend….

    • Ich fühle mit dir. Ich lache auch darüber und kommentiere nicht weiter, aber insgeheim denkt man sich natürlich „Halt die Klappe“ 😀

  • Gut gebrüllt, Löwe! Wie immer. Eins möchte ich ergänzen: Aus der Kritik „Du bist zu dünn“ hat nach meiner Gewichtsabnahme nicht selten einfach der Neid gesprochen, im schlimmsten Fall Missgunst. Der Grund, warum diese Kritik so viel akzeptabler scheint als die umgekehrte („Du bist zu dick“) ist der dass dünne Frauen leider das gesellschaftliche Ideal sind. Wieviel selbstgefälliger ist es gegen ein Ideal zu wettern als gegen eine an den Rand gedrängte Minderheit? Und diese Doppelzüngigkeit nervt mich unendlich. Ein leichtes (!) Untergewicht ist in der Regel genauso gesundheitlich unbedenklich wie ein leichtes Übergewicht, wird aber schamlos attackiert. Welche Komplexe könnte die Dünne denn schon haben, schließlich sieht sie aus wie die meisten Models! Und das allein ist oft Grund genug, hinter vorgetäuschter Sorge den Neid rauszulassen. Ich sage meiner naturdünnen Kollegin oft, „Mensch, ich wünschte ich wäre auch so zart und schmal wie du, du kannst einfach alles tragen!“ Und sie freut sich umso mehr darüber als sie es nicht besonders oft hört. Lasst uns Frauen uns einfach gegenseitig unterstützen und ehrlich zu uns selbst sein! LG

    • Die Kompenente Neid und Missgunst spielt bei deinem Beispiel natürlich leider auch mit rein. Am Schlankheitsideal wird sich so schnell wohl auch leider nichts ändern. Da hilft nur nicht unter Druck setzen lassen und am eigenen Selbstbewusstsein arbeiten. Ich versuche auch, mich nicht mit anderen zu vergleichen. Das fällt mir manchmal schwer, aber ich bessere mich!

  • Liebe Carina, das ist so wichtig, was Du ansprichst. Ich habe aufgrund meines Übergewichts – eher selten mal Kritik erfahren, denke, das liegt aber auch an meinem Alter. Ich bin ja deutlich älter als Du und ich glaube, dass das so mehr ein Ding bei jüngeren Leuten ist. In meiner Jugend war ich nicht so dick wie später, sondern sehr sportlich und wohl das, was man „vollschlank“ nennt. Diese ganzen Tipps, ob gut gemeint oder nicht, ob ungefragt oder aufgedrückt – ich kann sowas auch nicht leiden. Klar, ich habe auch schon mal jemanden „beraten“, wenn ich das Gefühl hatte, dass jemand so gar nicht weiß, was gesunde Ernährung heißt oder keine Ideen für eine gesunde Mahlzeit ohne Tüten und Dosen hatte, dann erlaube ich mir, zu inspirieren, wie Du so schön sagtest, aber anderen die Meinung aufzuzwängen funktioniert nicht, alleine deswegen schon nicht, weil jeder anders funktioniert, der eine kann auf KH verzichten, ein anderer will süß essen, wieder ein anderer mag nur herzhaft, der kann gut ohne Zucker, aber nicht so gut ohne deftiges Essen…wir Menschen sind alle anders, wie Du sagst. Jeder, der viel Übergewicht hat, muss für sich einen Weg finden, der ihm langfristig passt. Ich habe in meinem Leben schon so einiges ausprobiert, das Meiste hat leider immer nur kurzfristig funktioniert. Was aber immer funktioniert: Ernährung umstellen, frisch kochen, eine an Körpergewicht und Größe angepasste Makro/Mikro-Verteilung (so ist es bei mir zumindest) und viel Bewegung, was nicht mal zwangsläufig Sport heißen muss. Einfach bewegen, Treppen gehen, viel zu Fuß, ne Runde um den Block, an Tagen, wo man sich kaum bewegt hat usw. – Mich wollte bisher noch keiner beraten – Gott sei Dank 🙂

    • Gesunde Ernährung und viel Bewegung tut uns allen gut und ist ein guter Leitsatz. Wie das für den Einzelnen aussieht, ist von Mensch zu Mensch komplett unterschiedlich. Hinzu kommt, dass manche Methoden (Sport und Ernährung) effektiver sind, als andere. Aber die gefallen auch nicht jedem oder man hat nicht ausreichend Zeit und so weiter und so fort. Wir alle wissen, wie wir es machen sollten, aber den eigenen Weg zu finden ist der Knackpunkt! Dafür gibt es leider kein Universalrezept, wie Du schon sagst!

  • Danke, dass Du auch Partei für „Dünnen“ ergreifst.
    Meine gesamte Schulzeit war ich von Hänselein betroffen.
    Skeletor und Knochen, das waren noch die harmlosen Kommentare.
    Und auch die Familie war mit von der Partie.
    Meine Mutter hat meine Kalorien gezählt und mich fertig gemacht, wenn ich nicht genug gegessen habe. 🙁
    20 Jahre später gehöre ich nun allerdings auch zu der Fraktion, die etwas aufpassen darf, damit die Figur so bleibt wie sie ist. Und etwas zu optmieren gibt es ja auch immer. 😉
    LG

    • Egal welche Figur, man darf sie nicht verurteilen. Das betrifft auch Schlanke, aber da ist die Hemmschwelle niedriger, da Schlanksein als das Ideal gilt.

  • Hallo Carina,

    Ganz toller Artikel! Ich habe es immer gehasst (und hasse es immer noch, kann aber mittlerweile besser damit umgehen), wenn ich mir doofe Sprüche wie „Wenn es windig ist, musst du ja Steine einstecken, damit du nicht weggeweht wirst!“ anhören musste. Oder wenn ich z.B. den Fettrand beim Fleisch weggeschnitten habe (weil ich weder die Konsistenz, noch den Geschmack davon mag) und es dann gleich hieß: „Du brauchst ja keine Angst haben, dass du dick wirst, du bist eh so dünn!“
    Ich habe auch oft das Gefühl, dass man als schlanker Mensch vorsichtig sein muss, was man sagt, damit sich auch ja niemand auf den Schlips getreten fühlt. Wenn ich z.B. erzähle, dass ich mehr Sport machen will, verstehen viele das nicht, weil ich ja eh so dünn sei und nicht abnehmen müsse, und manche fühlen sich direkt angegriffen und werfen mir vor, nur Aufmerksamkeit auf mich bzw. meinen Körper ziehen zu wollen (nach dem Motto: „Du willst ja eh nur Komplimente!“). Aber schlank und fit sind (für mich zumindest) nicht das selbe. Ich treibe nicht Sport, um abzunehmen, sondern um fitter zu sein und einen Ausgleich zum Büroalltag zu haben.
    Ich glaube, was das Gewicht betrifft, gibt es kein richtig oder falsch. Jeder muss für sich herausfinden, was funktioniert, um sein Gewicht unten oder auch oben zu halten.

    Liebe Grüße,
    Anna

    • Exakt. Das Wohlfühlgewicht ist bei jedem anders. Für mich sind Schlank und Fit sein auch zwei Paar Schuhe! Ich finde Fitness, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit mittlerweile wichtiger, als einfach nur schlank zu sein. Ich will keine Schmerzen haben und nicht beim Wandern aus der Puste kommen. Ob ich Größe 36 oder 40 habe, ist zweitrangig. Zumal Kleidergrößen sich sowieso drastisch von Marke zu Marke unterscheiden!